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Elsensee-Gymnasium informiert : Eltern in Quickborn zeigen kaum Interesse am Turbo-Abi

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Acht oder neun Jahre zum Abitur? Am Elsensee-Gymnasium in Quickborn besteht immer noch die Wahl. Fast 480 Menschen besuchten am Montag den Info-Abend. Eltern ziehen die G9-Klassen vor.

Quickborn | Das Interesse am Elsensee-Gymnasium (ESG) in Quickborn ist nach wie vor groß. Die 478 Stühle in der Turnhalle waren am Montagabend beinahe alle besetzt, als Schulleiter Michael Bülck ans Mikrophon trat, um die Eltern der nächsten Fünftklässlergeneration von seiner Schule zu überzeugen. Doch das ist kaum nötig: Nachdem das ESG im vergangenen Jahr die Zahl der Eingangsklassen erstmals auf fünf erweitern musste, schob die Stadt dem Ansturm zum nächsten Schuljahreswechsel erstmals einen Riegel vor. Wie berichtet, beschloss sie, die Schüleraufnahme im Mittel auf eine Vierzügigkeit zu begrenzen.

Aktuell besuchen etwa 750 Schüler das ESG. Die durchschnittliche Klassenstärke liegt bei 27 Kindern. Bülck führte aus: Als sogenannte „Y-Schule“ bemühe sich das ESG darum, sowohl G9- als auch G8-Klassen anzubieten. Da die Nachfrage nach G9-Klassen aber überwiege, sei vorab nicht sicher, dass auch wirklich ein „Turbo-Abi-Zug“ gebildet werden kann. „Wenn das nicht der Fall ist, bekommen die Schüler natürlich einen Platz in den G9-Klassen“, kündigte Bülck an.

Schulleiter Michael Bülck warb für sein Gymnasium.
Schulleiter Michael Bülck warb für sein Gymnasium. Foto: Janina Schmidt

Von den Schülern werde aber Leistungsbereitschaft verlangt, betonte Arno Meyer, Koordinator der Orientierungs- und Mittelstufe: „Wir erwarten Motivation, Anstrengungsbereitschaft und Wissbegierde.“ Auch Astrid Wasman, Koordinatorin der Begabtenförderung, sowie Dorothea Brunke und Nadine Käbel als Vertreterinnen des Präventionskonzeptes des Gymnasiums wandten sich an die Eltern. Die Schule präsentierte so ihre drei wichtigsten Merkmale.

Seit dem Schuljahr 2011/12 gilt das ESG als eine von elf weiterführenden Schulen in Schleswig-Holstein als Kompetenzzentrum für Begabtenförderung. „Wir wollen auch die besonders leistungsstarken Schüler nach ihren individuellen Möglichkeiten fördern. Deshalb verankern wir die Begabtenförderung als besonderes Merkmal an unserer Schule“, hieß es auf Stellwänden.

Die Schule verfahre dabei nach dem sogenannten Drehtürprinzip, das Schülern des Begabtenförderungsprogramms die Möglichkeit biete, den für sie oft langweiligen Unterricht stundenweise zu verlassen und andere Angebote zu nutzen, wobei der versäumte Stoff selbstständig nachgeholt werden müsse, so Wasmann. Die Angebotspalette zur Begabtenförderung ging darüber aber noch weit hinaus – sie ist ein besonderes Steckenpferd des ESG.

Auch das von Lehrerin Dorothea Brunke und Schulsozialarbeiterin Nadine Käbel geleitete Präventionszentrum ist ein Schwerpunkt des ESG: In der Orientierungsstufe werden die Schüler zu Themen wir Cybermobbing, Sicherheit auf dem Schulweg und am Bahnhof, Suchtprävention (Nikotin) oder sexualpädagogische Prävention informiert. In späteren Klassenstufen wird das Programm entsprechend vertieft und dem Alter der Schüler angepasst. Das ESG ist keine Ganztagsschule – der Nachmittag bleibt zu freien Verfügung. Freiwillige AGs und Hausaufgabenhilfe von Montag bis Donnerstag werden angeboten.

Während des Abendprogramms spielten Schüler der Theater-AG lustige, kurze Theaterstücke. Der mitgliederstarke Schulchor sang passend zum Anlass den Popsong von Tim Bendzko „Keine Maschine“: Zeilen wie „Ich bin ein Mensch, mit all meinen Fehlern, meiner Wut und der Euphorie, keine Maschine, ich leb‘ von Luft und Euphorie“ stimmten auf Bülcks Ausführungen zum Humboldt’schen Menschenbild ein, das dem ESG nahe stehe.

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erstellt am 22.Feb.2017 | 12:00 Uhr

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