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Serie: 50 Jahre Quickborner Tageblatt : Elleraus Kinderbetreuung im Wandel der Zeit

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Erste Einrichtung für den Nachwuchs geht auf eine Firma zurück. Später übernahmen Kirche und Gemeinde.

shz.de von
erstellt am 27.Okt.2015 | 16:00 Uhr

Ellerau | Als das Quickborner Tageblatt 1965 aus der Taufe gehoben wurde, gab es in Ellerau noch keinen öffentlichen Kindergarten. Die Betreuung der Ellerauer Jüngsten nahm ihren Anfang bei der Firma Erlhoff. Die Mitarbeiterinnen dieser nach dem Krieg gegründeten Textilfabrik konnten ihren Nachwuchs mitbringen und im Betrieb betreuen lassen – im Haus Sonnenschein, dem heutigen Standort des Ellerauer Rathauses.

Erst 1972 initiierte Pastor Rudi Mondry einen öffentlichen Kindergarten im kirchlichen Gemeindesaal, dem Ansgarhaus. Hier fanden 75 Kinder in Halb- und Ganztagsgruppen Platz. Schon bald zogen die Kinder in die neue Kindertagesstätte „Uns Lütten“, um, unter der Leitung von Ingeborg Hausman. Nach Querelen wegen der Finanzierung erfolgte die Trennung zwischen Kirche und Kita, die von der Gemeinde übernommen wurde. Nachdem Hausmann Ende 2005 in den Ruhestand gegangen war, übernahm Birgit Stender die Leitung von „Uns Lütten“.

Aufgrund des Bevölkerungswachstums in der Krumbekgemeinde wuchs der Bedarf für eine weitere Kita. So entstand an der Grundschule die Einrichtung „Lilliput“, die 2013 in den neu gebauten Kindergarten im Baugebiet Am Bürgerpark umzog. Ein großes Plus für Ellerauer Kinder ist die gemeindeeigene Minischule „Pfiffikus“. Diese seit 1975 bestehende Vorschule verfügt über vier Klassenräume auf dem Grundschulgelände und nimmt Kinder im Jahr vor dem Schuleintritt auf. Einem größeren Wandel unterlag in den vergangenen fünf Jahrzehnten die heutige Grundschule, die frühere Volksschule. Ein Teil der Quickborner Heide gehörte bis 1950 zum Einzugsgebiet der Ellerauer Schule. Bis 1971 machten die Jungen und Mädchen hier ihren Hauptschulabschluss, wenn sie nicht nach Quickborn zur Mittelschule oder nach Bad Bramstedt zum Gymnasium gingen. Danach wurde aus der Volksschule eine reine Grundschule, die in der Vergangenheit große bauliche Veränderungen erfuhr. Einer der Rektoren, der maßgeblichen Einfluss hatte, war Erich Stein. Er leitete die Schule von 1954 bis 1976. Auch an seine Nachfolgerin Irmela Hühnke, die nach 23 Jahren schweren Herzens in den Ruhestand ging, können sich viele Ellerauer Schüler noch erinnern. Zur Grundschule gehören heute zwei Sporthallen, ein Musikpavillon und Außensportanlagen.

Zurzeit besuchen etwa 270 Mädchen und Jungen die zwölf Klassen der seit 2004 verlässlichen Grundschule. Dem Wandel der gesellschaftlichen Verhältnisse in den vergangenen Jahrzehnten – Berufstätigkeit beider Elternteile und ein steigender Anteil Alleinerziehender – trägt die Grundschule Rechnung: Eine Mensa bietet Mittagessen an und über die Kernzeit der Schule hinaus gibt es in Kooperation mit der Volkshochschule, Eltern und Vereinen ein Lern- und Betreuungsangebot.

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