E-Mobilität : Elleraus Bürgermeister wirbt für E-Ladestationen

Der Bürgermeister befürwortet den Bau von 220-Volt-Ladestationen auf dem P+R-Platz am Ellerauer AKN-Bahnhof.

Der Bürgermeister befürwortet den Bau von 220-Volt-Ladestationen auf dem P+R-Platz am Ellerauer AKN-Bahnhof.

Im jüngsten Bau- und Planungsausschuss wurden die Voraussetzungen für eine entsprechende Planung geschaffen.

shz.de von
09. Februar 2018, 12:15 Uhr

Ellerau | In der Gemeinde Ellerau könnte es in naher Zukunft mindestens zwei E-Ladestationen geben. Die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses haben während ihrer Sitzung am Mittwoch die Voraussetzungen für eine entsprechende Planung geschaffen. Die Entscheidung ist nicht unumstritten.

Geht es nach Bürgermeister Eckart Urban (SPD), beteiligt sich die Gemeinde verstärkt an der E-Mobilität im Land. „Man kann nicht immer nur davon reden. Irgendwann muss man dann auch mal etwas tun“, sagte er und warb für den Bau von 220-Volt-Ladestationen auf dem P+R-Platz am Ellerauer AKN-Bahnhof. „Wir haben hier drei zusätzliche Parkplätze geschaffen, die sich als Standort anbieten“, sagte er. Dort liege bereits ein Beleuchtungskabel, und damit seien die technischen Grundlagen gegeben. „Außerdem stehen hier viele Autos über einen längeren Zeitraum, so dass wir mit den normalen Ladestationen auskommen sollten“, sagte er. Für die Umsetzung möchte er die Stadtwerke Quickborn oder die Kommunalbetriebe Ellerau ins Boot holen.

Seine Begeisterung teilt offenbar nicht jedes Ausschussmitglied. Und auch die Vorstellung von der Gemeinde als Betreiberin der E-Tanksäulen gefiel nicht allen Ausschussmitgliedern. „Es ist nicht Aufgabe einer Kommune, Tankstellen zu bauen und zu betreiben“, sagte Heiko Evermann. Der AfD-Politiker knüpfte seine Zustimmung unter anderem an die Suche nach einem anderen Standort und regte den Bau von Schnellladestationen an. „220 Volt reichen nicht. Wir brauchen welche, die richtig Power haben, um zukunftsfähig zu bleiben“, sagte er. Kritisch sieht er zudem die Nutzung der P+R-Plätze. Sie seien zu kostbar, um dort Autos neun Stunden lang aufzuladen.

CDU und BVE unterstützten die Suche nach alternativen Standorten und stellten gleichzeitig die grundsätzliche Frage nach dem Nutzen der Säulen. Insbesondere der Christdemokrat Joachim Friede machte aus seiner Skepsis keinen Hehl. Er hält den Zeitpunkt für verfrüht und glaubt nicht an eine adäquate Auslastung der Tanksäulen. Das Geld für die Anschaffung könne in der Gemeinde besser und sinnvoller angelegt werden, sagte er.

Trotz der Vorbehalte bekam die Norderstedter Verwaltung den Auftrag, eine entsprechende Planung in enger Abstimmung mit AKN und Stadtwerken Quickborn auf den Weg zu bringen und darin auch mögliche Standorte zu benennen. Damit dürfte das Thema in einigen Wochen erneut auf der Agenda stehen.

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