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Ellerau : Elleraus Biogasanlage: Der Dauerläufer in Sachen Energie

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Anlage produziert jährlich fünf Millionen Kilowattstunden Strom und darf am 6. Mai besichtigt werden.

Ellerau | Die Biogasanlage im Alten Alvesloher Weg ist im vergangenen Oktober zehn Jahre alt geworden. Der Geburtstag soll mit einem Tag der offenen Tür am Sonnabend, 6. Mai, gefeiert werden – auch weil die Gemeinde finanziell nicht unerheblich von der Anlage profitiert und sie sich nach Ansicht von Elleraus Bürgermeister Eckart Urban (SPD) nach anfänglicher Skepsis inzwischen etabliert hat.

Rund 3,8 Millionen Euro hat die Gemeinde Ellerau vor zehn Jahren in den Bau inklusive Leitungen und zweier Blockheizkraftwerke investiert. „Wir haben damit ein sinnvolles Paket aus Strom und Wärme geschnürt“, so Urban. Der Strom wird komplett ins Netz der Stadtwerke eingespeist, eine Dienstleistung, die sich die Gemeinde mit 20 Cent pro Kilowattstunde vergüten lässt. Mit der entstehenden Wärme werden zahlreiche gemeindliche Gebäude wie das Bürgerhaus und die angeschlossene Kindertagesstätte, aber auch die Tennishalle, die Kirche und zahlreiche Häuser geheizt.

„Weil wir im Sommer für die Haushalte kaum Wärme brauchen, beheizen wir in der Saison das Freibad“, so Urban. Die 600 Kubikmeter Wasser haben konstant 26 Grad, für den Ellerauer Bürgermeister eine Attraktion und ein Anreiz, das Bad zu nutzen. Drei Gärbehälter und vier offene Silos stehen auf dem zwei Hektar großen Gelände der Biogasanlage, die von den Kommunalbetrieben Ellerau (KBE)betrieben wird.

Die Vertragslandwirte liefern jährlich 12  500 Tonnen vor allem Mais, aber auch Gras und Getreide an. „Wir brauchen täglich 38 Tonnen, um die Anlage zu füttern“, sagte KBE-Mitarbeiter Peter Mette. Damit werden jährlich fünf Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt, eine Leistung, die ausreichen würde, um etwa die Hälfte der Ellerauer Haushalte zu versorgen. Darüber hinaus produziert die Anlage 3200 Megawatt Wärme, genug, um etwa 2000 Haushalte zu versorgen. Elke Gerik, bei den KBE zuständig für die Unternehmensentwicklung, schätzt, dass mit der Anlage jährliche Erlöse in Höhe von einer Million Euro erzielt werden. „Das Geld bleibt in der Gemeinde“, sagte sie.

Wer hinter die Kulissen der Biogasanlage im Alten Alvesloher Weg schauen möchte, hat dazu am Sonnabend, 6. Mai, von 14 bis 18 Uhr, Gelegenheit, wenn die KBE einen Tag der offenen Tür veranstaltet. „Wir haben ihn bewusst als Familientag angelegt, damit auch diejenigen sich angesprochen fühlen, bei denen das Interesse an der technischen Seite nicht so groß ist“, so Gerik. Vorgesehen sind Rundfahrten über das Gelände sowie Führungen durch die Anlage. Gewinnspiel, eine Ausstellung aktueller landwirtschaftlicher Geräte und Kinderschminken sollen auch die jüngsten Besucher bei Laune halten.

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erstellt am 25.Apr.2017 | 12:00 Uhr

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