Besuch im „Hotel Herzklopfen“ : Ellerauerin nimmt an neuer Romantik-Show von Sat.1 teil

Astrid Goepfert ist ein vielseitig interessierter, humorvoller Mensch. Eigenschaften wie diese haben ihr einen Platz in der neuen TV-Romanze eingebracht.
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Astrid Goepfert ist ein vielseitig interessierter, humorvoller Mensch. Eigenschaften wie diese haben ihr einen Platz in der neuen TV-Romanze eingebracht.

Insgesamt 24 Männer und Frauen wirken in der ersten Staffel mit. Ausstrahlung ab 22. April.

shz.de von
12. April 2018, 12:00 Uhr

Ellerau | Es war ein riesengroßes Abenteuer, eines, von dem viele träumen, das aber nur die Wenigsten erleben: Die Ellerauerin Astrid Goepfert gehört zu einer Gruppe von 24 Männern und Frauen, die in der ersten Staffel einer neuen Show des Fernsehsenders Sat.1 mitgewirkt haben. Für sie eine grandiose Erfahrung, die sie nicht mehr missen möchte und zu gerne wiederholen würde, sagt sie in einem Gespräch mit shz.de.

„Hotel Herzklopfen – Spät verliebt“ heißt das neue Format, das via TV ab Sonntag, 22. April, um 17.55 Uhr, in die deutschen Wohnzimmer flimmert. Die sechsteilige Serie startet mit einer Doppelfolge. Ziel ist es nach Angaben der Produktionsfirma SEO Entertainment, Singles über 60 den Traum von der großen Liebe zu erfüllen. Dafür verbringen die Teilnehmer zehn Tage in einem romantischen Berghotel in dem Dorf Bergün in der Schweiz.

Keine schlüpfrigen Dialoge

„Die Sendung, so wie ich sie kennengelernt habe, hat viel Niveau“, sagt Goepfert. Soll heißen: Wer schlüpfrige Dialoge und viel nackte Haut erwartet, wird nicht auf seine Kosten kommen. Moderiert wird die Sendung von YouTuberin Sarah Mangione, Comedian Lutz van der Horst und Entertainer Daniel Boschmann. „Diese drei jungen Leute haben enorm was auf die Beine gestellt. Das war großartig“, sagt sie gebürtige Hamburgerin, die seit drei Jahren in Ellerau lebt. Goepfert ist gelernte Schneiderin, seit zwölf Jahren verwitwet, Mutter von zwei erwachsenen Töchtern und Oma eines fast erwachsenen Enkels. Sie ist ein offener Mensch, extrovertiert, selbstbewusst und ohne Berührungsängste. Sie weiß, was sie will, vertraut auf ihr Bauchgefühl und ist damit immer gut gefahren. Vor allem aber gehört sie zu denjenigen, die ihre Freiheit lieben, aufgeschlossen sind für Neues, ausprobieren wollen und mit Humor nehmen, wenn der eingeschlagene Weg mal nicht zum erklärten Ziel führt. „Ich bin neugierig auf alles, was kommt, und nutze meine Chancen.“ Schließlich, so sagt sie, habe sie nicht noch ein Leben in der Schublade.

Sie ist viel umgezogen, hat immer gearbeitet, Familie und Beruf gut unter einen Hut bringen können. „Wenn man das alles geschafft hat, weiß man, was man sich zutrauen kann.“ Auf die neue Show wurde sie eher zufällig aufmerksam. Sie entdeckte in einer Zeitschrift einen Artikel, in dem für das Casting geworben wurde, und schickte eine Bewerbung. Die schlanke 75-Jährige mit den schönen langen Haaren und den aparten Gesichtszügen muss Eindruck gemacht haben, denn die Produktionsfirma ließ sich auf ein Casting per Skype ein. Keine Selbstverständlichkeit bei 500 Bewerbungen, darunter die von 300 Frauen. „Ich habe in der Küche meiner Tochter gesessen, und mein Enkel hat mir alles eingerichtet.“ Sie selber lebt komplett analog – ohne E-Mail und Internetanschluss. Schon unmittelbar nach dieser Telefonkonferenz wusste sie, dass sie in der engeren Wahl war, und ein paar Tage später kam der entscheidende Anruf: „Astrid, Du bist dabei.“

Alles organisiert

Aufgeregt sei sie danach nicht gewesen. „Das ist doch interessant, und ich habe mir gesagt, wenn für mich kein Typ dabei sein sollte, habe ich wenigstens tolle Frauen kennengelernt und schöne Tage in der Schweiz verbracht.“ Für letzteres sorgten die Produktionsfirma und die Crew vor Ort. „Für uns wurde alles organisiert. Wir mussten uns um nichts kümmern und wurden regelrecht betüddelt“, sagt sie im Rückblick auf die Dreharbeiten im September.

Nach der Ankunft in Bergün wurde Goepfert zusammen mit den anderen Frauen zunächst noch ohne die Männer für eine Nacht in einem Landgasthof einquartiert. Gut geschlafen habe sie nicht, sagt sie, aber das sei ihr nicht allein so gegangen. Nun war sie also doch gekommen, die Aufregung. Am nächsten Tag folgte das erste Kennenlernen der ganzen Gruppe. Dabei habe sich schnell eine Stimmung wie auf einer Klassenreise eingestellt. Und es zeigte sich, dass derjenige bei so einer Show klar im Vorteil ist, der sich auch unter fremden Menschen wohl fühlt, denn davon gab es reichlich. Die gebürtige Hamburgerin Astrid gehört in diese Gruppe und kam vor der Kamera entsprechend gut und sicher rüber. Vom dem Augenblick der Ankunft an waren die Tage durchgetaktet. Frühstück, Veranstaltungen, Ausflüge, Spiele – für alles gab es Uhrzeiten und Ablaufpläne. „Freizeit hatten wir immer dann, wenn mit den einzelnen Teilnehmern der Show die Interviews geführt wurden.“

Vor der Kamera

Am Anfang, so sagt sie in der Rückschau, habe sie die vielen Menschen um sich herum als fürchterliches Gewusel wahrgenommen. „Aber das legt sich schnell, und nach zwei Tagen lebt man nicht nur damit, sondern man merkt es kaum noch.“ Auch das Agieren vor der Kamera werde immer selbstverständlicher. Als wohltuend hat sie es allerdings empfunden, dass die Kameras nicht zu jedem Zeitpunkt liefen. Es gibt keinen Blick ins Schlafzimmer, unter der Dusche werden die Teilnehmer auch nicht beobachtet. Dafür lernen sie Jodeln, fahren Quad und treffen sich zum Tanzabend. „Das war durchaus Arbeit, und wir standen ziemlich unter Strom. Aber wir hatten jede Menge Spaß.“

Vor allem unter den Frauen sind dabei Freundschaften entstanden, die Goepfert noch immer pflegt. Ob sie ihren Herzbuben gefunden hat? Die Antwort wird es an dieser Stelle nicht geben.
 

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