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AKN-Zugang : Ellerau will kein Zechpreller sein

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

AKN-Zugang an der Bahnstraße: Der Streit mit Quickborn um die Kostenübernahme ist beigelegt. Die Gemeinde Ellerau möchte ihren Anteil in Raten zahlen

Es ist eine unendliche Geschichte: Seit 2011 ziehen sich die Verhandlungen um einen neuen AKN-Zugang an der Bahnstraße hin. Zuletzt stritten Ellerau und Quickborn um die Übernahme der Kosten. Dabei ist die Planung für den Bau einer neuen Querung bereits fertig. Den Anwohnern wurde es jetzt zu bunt: Sie besuchten sowohl den Quickborner Ausschuss für Stadtentwicklung als auch den Ellerauer Nachbarschaftsausschuss, um zu erfahren, was nun Sache ist.

Doch der Zwist ist beigelegt. „An unserem guten Willen soll es nicht scheitern“, sagte Bürgermeister Eckart Urban (SPD). Er berichtete von den neuesten Entwicklungen.

Wie berichtet, war 2011 der Zugang zum AKN-Bahnhof Ellerau von der Quickborner Bahnstraße aus per Maschendrahtzaun gesperrt worden. Der Übergang zum Bahnhof an der Landesstraße 76 (L76), auf der täglich bis zu 10 000 Autos und Lkw fahren, sei zu gefährlich, lautete die Begründung durch die Eisenbahnaufsicht des Verkehrsministeriums. Aufgrund von Protesten der Anwohner, die einen längeren Umweg in Kauf nehmen müssen, waren die Verantwortlichen sich schnell einig, einen neuen Zugang zu schaffen, wenn auch an anderer Stelle.

Bislang stand die Frage im Raum, welche Gemeinde wie viel von den 160 000 Euro Kosten übernimmt. Mit der ursprünglich vereinbarten Fifty-fifty-Lösung war Ellerau plötzlich nicht mehr einverstanden, da Quickborner Bürger mehr von der Querung profitierten, so die Argumentation. Die Gemeinde wollte sich nur noch mit 25 000 Euro beteiligen.

Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) will das Projekt forcieren. Geplant ist, dass Quickborn die restlichen 55000 Euro für Ellerau zunächst vorstreckt. Diese Option wurde während des Nachbarschaftsausschusses genannt. „Da wir den Doppelhaushalt bereits beschlossen haben, hätten wir die 55 000 Euro nicht in einer Summe zahlen können. Wir werden sie auf Jahre verteilt in den Haushalt stellen“, erläuterte Urban die Pläne.

Das letzte Wort in dieser Sache ist aber noch nicht gesprochen. „Jetzt müssen erst der Finanzausschuss und die Gemeindevertretung entscheiden“, sagte Urban. Dann könnten ein Genehmigungs- und daraufhin ein Ausschreibungsverfahren für die Auftragsvergabe eingeleitet werden.

Berücksichtigt werden müssen allerdings auch die Pläne der Elektrifizierung der AKN und ein möglicher zweigleisiger Ausbau des Schienennetzes. Dann würde es zu Bauarbeiten am Bahnhof Ellerau kommen. Inwieweit diese den geplanten Bau des Zugangs beeinflussen, muss mit dem Land auch noch abgesprochen werden.
„Ich gehe nicht davon aus, dass in diesem Sommer mit dem Bau begonnen wird. Vielleicht im Herbst“, sagte Urban.

Jörn Kruse, Vorsitzender des Quickborner Ausschusses für Stadtentwicklung, freute sich über das Signal: „Das ist der künftigen Zusammenarbeit zwischen Quickborn und Ellerau zuträglich.“

 

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erstellt am 06.Feb.2014 | 16:22 Uhr

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