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Serie: 50 Jahre Quickborner Tageblatt : Ellerau: Stetiges Wachstum im Grünen

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Seit 1965 hat sich die Gemeinde Ellerau von 1600 Einwohnern auf etwas mehr als 6000 gesteigert. Eigenständig seit 1998.

Ellerau | Die Gemeinde an der Krumbek, besser bekannt als Ellerau, hat sich in den vergangenen 50 Jahren rasant entwickelt. Aufgrund des Bevölkerungswachstums nach dem Zweiten Weltkrieg zeigte ein Flächennutzungsplan von 1962 bereits Entwürfe für ein geschlossenes Wohnungsbaugebiet von der Gronau bis zum Industriegebiet Tanneneck. Vorrangig sollte um den Bahnhof Ellerau herum gebaut werden.

Durch die Nähe zu Hamburg kamen immer mehr Menschen in die „grüne Gemeinde“. Nach 1600 Einwohnern im Jahr 1965 waren es 1976 mit 3575 mehr als doppelt so viele. 1973 begann im Ort eine Bebauung, die zu einer Verdichtung führte. Fast zeitgleich wurden die Siedlung Birkeneck/Lärcheneck und die Blocks am Berliner Damm errichtet. Der Wunsch des von 1972 bis 1990 amtierenden Bürgermeisters Emil Schmelow war es, dass die Einwohnerzahl auf 5000 Einwohner steigen möge, um zur eigenständigen Gemeinde zu werden. Bis dato gehörte die Gemeinde zum Amt Kaltenkirchen Land. Das Ziel wurde erreicht – aber erst 1998 knackte Ellerau diese Marke und erhielt neben dem Status amtsfreie Gemeinde mit Torsten Thormählen auch einen hauptamtlichen Bürgermeister.

2000 wurde das Rathaus am Ortseingang gebaut. Unter der Ägide von Thormählen entstanden an der Dorfstraße die Wohngebiete Junges Wohnen I (2001) und Junges Wohnen II (2005) sowie das Baugebiet hinter dem Hochhaus, Am Bürgerpark. Mittlerweile sind dort etliche Ein- und Mehrfamilienhäuser, eine Seniorenresidenz und die Kindertagesstätte „Lilliput“ entstanden.

Kulturellen Bedürfnissen Rechnung getragen

Bereits 1993 wurde die am Park gelegene Seniorenwohnanlage mit 35 Wohnungen und einer zentralen Begegnungsstätte errichtet. Auch den kulturellen Bedürfnissen einer so rasch gewachsenen Gemeinde wurde Rechnung getragen. Nach dem Bürgerhaus 1981 konnten 1987 die Bücherei und das Heimatmuseum Eröffnung feiern. Auch die Volkshochschule mit einer hauptamtlichen Leitung zog 1995 in die Räume des Bürgerhauses. Ein weiteres Baugebiet entwickelte sich an der Skandinavienallee und den angrenzenden Straßen bis an die Krumbek und den Bürgerpark. Überall im Ort wurden Baulücken geschlossen und die Infrastruktur den Bedürfnissen der Ellerauer Bewohner angepasst.

Das vor dem Zweiten Weltkrieg gebaute, für die damaligen Verhältnisse fortschrittliche Freibad wurde zuletzt 2003 total erneuert. Heute mit Energie aus der gemeindeeigenen Biogasanlage erwärmt, gehört es mit seinen hohen Badetemperaturen zu den attraktivsten Freibädern der Region. Der Bevölkerungsentwicklung geschuldet, erhielt Ellerau 1962 einen kirchlichen Gemeindesaal, der 1965 den Namen St. Ansgar erhielt. Dieser Heilige war der erste Bischof von Hamburg und Bremen und hatte 1965 seinen 1100. Todestag. Im Jahr 1969 baute Ellerau einen Glockenturm und 1995 endlich auch ein richtiges Kirchhaus, das von Bischöfin Maria Jebsen eingeweiht wurde.

Heute zählt Ellerau etwa 6000 Einwohner und verfügt durch die Lage in der Metropolregion Hamburg einen Standort, der die Gemeinde wirtschaftlich attraktiv macht. Durch die AKN, die Bundesautobahn A7 und die Nähe zum Hamburger Flughafen ist das Dorf im Grünen schließlich verkehrstechnisch gut angebunden.

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erstellt am 26.Okt.2015 | 12:00 Uhr

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