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Quickborner Tageblatt

20. Oktober 2017 | 02:24 Uhr

Aufforstung : Ellerau pflanzt 20.000 Bäume

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Gemeinde muss Ausgleichsflächen schaffen. Die Aufforstung kostet 110.000 Euro.

von
erstellt am 30.Mai.2014 | 10:00 Uhr

Ellerau | 9000 ein- bis zweijährige Pflanzen mit einer Wuchshöhe von bis zu 80 Zentimetern, eine bunte Mischung aus 4700 Traubeneichen, 1800 Buchen und 1000 Vogelkirschen sowie kleinere Stückzahlen von Hasel, Feldahorn, Flatterulme, Eberesche, Schwarzdorn und noch vieles mehr. Ellerau pflanzt einen Wald – insgesamt 20.000 Bäume – und lässt sich das etwas kosten: 110.000 Euro kostet die Aufforstung.

Freiwillig ist die Aktion nicht. „Wenn Bauvorhaben das Landschaftsbild und die Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts beeinträchtigen, muss die Gemeinde Ausgleichsflächen schaffen, indem ökologisch minderwertige Flächen durch geeignete Maßnahmen ökologisch aufgewertet werden“, zitiert Heiner Hahn (BVE), derzeit amtierender Bürgermeister, das Baugesetzbuch.

Die Aufforstungsmaßnahmen stünden im Zusammenhang mit „Altschulden“ und seien als Ersatz für Eingriffe in den Waldbestand durch ältere Bebauungspläne, die Biogasanlage sowie den Linksabbieger an der Bahnstraße/Waldweg zum Gewerbegebiet Ost gedacht. Diese Ausgleichsflächen müssten nicht im Ort des sogenannten Natureingriffs selbst liegen und könnten auch später durchgeführt werden.

Die Gemeinde ist Mitglied der Forstbetriebsgemeinschaft im Kreis Segeberg, die die Aufforstung plant und leitet. „Ohne den Ausgleich unseres Ökokontos würde die Erweiterung des Gewerbegebiets Ost nach Norden hin nicht genehmigt werden“, sagt Hahn. Es geht konkret um fünf verschiedene Flächen: drei innerhalb des Gemeindegebietes, zwei außerhalb. Im Frühjahr 2014 wurden drei Flächen in Ellerau aufgeforstet: etwa 18.500 Quadratmeter zum Ausgleich für B-Plan 22 und die Biogasanlage auf der Moorkoppel – hierbei handelt es sich um eine gemeindeeigene Fläche westlich der Moortwiete kurz vor der Unterführung der A7 –, etwa 4800 Quadratmeter innerhalb der Gemeindegrenze nördlich Buschweg/westlich A7 am Ebach an der Gemeindegrenze zu Alveslohe und etwa 31.800 Quadratmeter angrenzend in der Gemarkung Kaden auf Alvesloher Gemeindegebiet. Diese seien aber im Besitz von Ellerau.

Zwei weitere Aufforstungsflächen liegen zudem in Groß Niendorf und Großenaspe. „Hierzu wurden über zwei Verträge mit aufforstungswilligen Landwirten geschlossen, die ihre Privatflächen zur Verfügung stellen“, erklärt Hahn.

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