Ellerau baut Energiesektor aus

Die Ellerauer Entscheidung liegt inzwischen schriftlich vor. Gestern überreichte Eckart Urban (rechts) den Auszug aus dem Protokoll an Thomas Köppl.
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Die Ellerauer Entscheidung liegt inzwischen schriftlich vor. Gestern überreichte Eckart Urban (rechts) den Auszug aus dem Protokoll an Thomas Köppl.

Bürgermeister Eckart Urban tritt bei der Kommunalwahl nicht wieder an / Zur Entwicklung des Dorfs hat er klare Vorstellungen

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04. Januar 2018, 16:30 Uhr

Der im Zuge der Kommunalwahl im Mai anstehende Wechsel an der Spitze der Gemeinde und die Suche nach einem Verwaltungspartner dürften die politische Arbeit in Ellerau zumindest in der ersten Jahreshälfte prägen. Im Gespräch mit unserer Zeitung erläutert Bürgermeister Eckart Urban (SPD, Foto, klein), was er sich für das Dorf wünscht, und wie sein Leben nach Kommunalpolitik und ohne Chefposten aussehen wird.

Bereits im vergangenen Monat hat eine Arbeitsgruppe die Sondierungsgespräche mit möglichen Verwaltungspartnern aufgenommen. Nach der Kündigung des Vertrags durch die Stadt Norderstedt geht es nun vor allem darum, die Chancen für eine weitere Zusammenarbeit auszuloten. Dabei dürfte das Geld im Mittelpunkt stehen, aber es geht auch um den Umfang der Dienste. „Wir brauchen einen leistungsfähigen Verwaltungspartner, der alle Aufgaben zuverlässig abdeckt“, sagt Urban.

Ob es bereits einen Favoriten gibt, lässt er offen. Fest steht allerdings, dass Gespräche nicht nur mit Norderstedt, sondern auch mit Henstedt-Ulzburg, Kaltenkirchen und möglicherweise sogar Quickborn geführt werden sollen. Von dem Erfolg der Verhandlungen hängt nicht zuletzt die Zukunft des Verwaltungschefs in der Gemeinde ab. Denn auch darüber dürfte gestritten werden. „Ich halte eine ehrenamtliche Führung in Ellerau nach wie vor für geboten, aber das setzt natürlich einen leistungsfähigen Verwaltungspartner voraus“, so der Bürgermeister.

Einen Schwerpunkt der politischen Arbeit in diesem Jahr sieht Urban in der Umstellung der Beleuchtung in Gemeindestraßen, im Bürgerhaus und in der Schule auf umweltschonende und sparsame LED-Technik. Im Haushalt stehen dafür 230 000 Euro zur Verfügung. „Außerdem werden wir uns um die Instandhaltung der Straßen kümmern.“ Dafür wurden 120 000 Euro eingeplant. Die Zahlen muten im Vergleich zur Investitionsplanung der gemeindeeigenen Kommunalbetriebe Ellerau (KBE) gering an. Für etwa 1,35 Millionen Euro sollen in diesem Jahr ein zweites Blockheizkraftwerk am Freibad gebaut werden, um die Wärme- und Stromerzeugung flexibilisieren zu können. Das Wärmenetz zur Grundschule soll erweitert und der gesamte Schulkomplex an die Fernwärmeerzeugung angeschlossen werden. Hinzu kommen der Bau eines Wärmespeichers und eines Transformators.

Einige Maßnahmen wird Urban noch umsetzen, vieles wird in der Verantwortung seines Nachfolgers liegen. Er beendet seine kommunalpolitische Karriere mit der Wahl. „Ich habe alle Verpflichtungen ja freiwillig und sehr gern übernommen. Aber nun freue ich mich auch darauf, dass ich mehr Zeit für meine Familie und insbesondere meine Enkel haben werde“, sagt er. Sein Wunsch für die Menschen in der Gemeinde? „Ein friedliches Zusammenleben in guter Nachbarschaft und bei bester Gesundheit.“

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