zur Navigation springen

Quickborn : „Eine andere Welt als vor 50 Jahren“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Sie schwelgten in Erinnerungen: 23 Bürger begingen den 50. Jahrestag ihrer Konfirmation. Dazu hatte Pastor Rainer Patz eingeladen.

shz.de von
erstellt am 22.Mär.2016 | 12:00 Uhr

Quickborn | Am Palmsonntag sind 23 Personen mit Pastor Rainer Patz in die Quickborner Marienkirche eingezogen, um ihre goldene Konfirmation zu feiern. Eingeladen waren die Jahrgänge 1965 und 1966 aus Quickborn und Hasloh sowie deren Angehörige. Der Festgottesdienst erhielt einen besonders feierlichen Charakter durch Liedbeiträge der Kurie unter der Leitung von Michael Schmult und der Oboe-Solistin Claudia Zülsdorf.

In seiner Begrüßung ging Pastor Patz auf die Veränderungen der vergangenen 50 Jahre ein, als Quickborn noch eine dörfliche Gemeinde war. Er erinnerte an Spiele und Streiche der Kinder – und an die roten Triebwagen der AKN, die sogenannten „Schienenhopser“, die den Kontakt zur Großstadt Hamburg herstellten, weil damals nicht alle Eltern einen eigenen Pkw besaßen. „Heute besitzt jedes Kind ein Smartphone, das eine ganz andere Welt erleben lässt“, sagte Patz.

In der Predigt stellte er den Umgang mit Ängsten in den Mittelpunkt, die uns einengen oder durch Glaube und Vernunft bewältigt werden können. Er ging der Frage nach, was denn nach 50 Jahren das Gemeinsame ist, was alle Christen miteinander verbindet. „Glaube, Liebe Hoffnung – das ist unser Fundament.“ Zur Segnung wurden die Goldkonfirmanden in zwei Gruppen zum Altar gerufen, wo sie anschließend ihre Erinnerungs-Urkunde überreicht bekamen.

Nach dem Festgottesdienst waren alle Teilnehmer zum gemütlichen Beisammensein und Mittagessen im Gemeindesaal eingeladen. Unter ihnen war auch der 88-jährige Propst Sigo Lehming, der vor 50 Jahren die jungen Menschen als Pastor in Quickborn konfirmiert hatte. Begleitet wurde er von seiner Frau Jutta, die damals eine Theatergruppe leitete und im Kirchenchor sang. Sie ist später ebenfalls Pastorin geworden.

An den Tischen entwickelten sich rege Gespräche über die gemeinsame Zeit. Eva-Maria Harnack, geborene Nickel, hatte ihr Konfirmationsalbum mitgebracht, in dem sie auch ihren Kirchenpass von 1965 aufbewahrt. Gisela Grundschok, geborene Köhler, zeigte ebenfalls einige Fotos. Mit dem Vergrößerungsglas studierten die Frauen die Bilder, auf dem beispielsweise die frisch gebackenen Konfirmanden aus der Kirche kommen, vorneweg Lehming als junger Pastor.

Gisela Peschel, für den Frauenring und die Betreuung von Flüchtlingen in Quickborn engagiert, sagte über ihre Teilnahme: „Ich bin vor 50 Jahren in Bonn konfirmiert worden und freue mich, heute hier zur goldenen Konfirmation eingeladen zu sein.“ Mit viel Beifall wurde auch der Farbfilm über die Quickborner Mittelschule aufgenommen, den Hans Meyer von der Geschichtswerkstatt vorführte. Er weckte Erinnerungen an den damaligen Unterricht in den Klassen: Werken und Häkeln, Sport in der alten Turnhalle und Spaß an Fußballspielen. Auch die großen Stelltafeln mit 14 Luftaufnahmen von Quickborn aus dem Jahre 1959 stießen auf reges Interesse.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen