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Quickborner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 14:05 Uhr

„Ein schrilles buntes Ereignis“

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

250 Grundschüler und ihre Lehrer haben gestern den Quickborner Rathausplatz bemalt / Vier Künstler begleiteten die Aktion

Sie schimmern in zartem Gelb, blassem Rosa, dezentem Blau, hellem Grün und kräftigem Pink. Die Pflastersteine vor dem Quickborner Rathaus bilden seit gestern Mittag ein weitläufiges buntes Mosaik. „Das sieht aus wie ein ganz großer Regenbogen“, sagte Janila aus dem vierten Jahrgang der Quickborner Grundschule Mühlenberg.

Sie und ihre 250 Mitschüler hatten die Farbexplosion bewerkstelligt. Umschichtig hockten sie vier Stunden lang über den Steinen und bestrichen sie emsig mit Sumpfkalkfarbe. „Die Zusammenarbeit mit den Kindern und die Zufälligkeit der Farbkomposition ist ein schrilles buntes Ereignis“, sagte Karl-Heinz Boyke, Bildhauer aus Uetersen und Vorstandsmitglied des Bunds Bildender Künstler Schleswig-Holstein. Er hatte das Projekt zusammen mit Edwin Zaft, Leiter des Offenen Ateliers Quickborn, Marianne Gehrke, Vorsitzende des Kunstverein Quickborn, sowie der Kunstmalerin und Bildhauerin Sabine Kramer aus der Wilstermarsch begleitet.

„Es war immer nur eine graue Fläche“, beschrieb Gehrke den Rathausplatz. Sie hatte das Projekt als Beitrag zum Kreiskulturwochenende angeregt. „Wir wollen ein Zeichen setzen, dass eine Gemeinde durch Kunst lebendig wird“, betonte sie. Die Mädchen und Jungen erlebten, wie Farbe einen Raum verändere. „Sich einer Fläche zu nähern, sie Schritt für Schritt zu erobern, das ist eine interessante Erfahrung für Kinder“, erläuterte sie.

Um 9 Uhr nahmen die Erstklässler die Pinsel in die Hand. Zu jeder vollen Stunde rückte der nächsthöhere Jahrgang per Bus an. Auch Lehrerinnen schwangen die Pinsel. „Ich war hinterher ordentlich bekleckert. Es ist spannend, auch als Erwachsene mal wieder rumschmieren zu dürfen“, sagte Anika Thede und lachte.

Die Stadtwerke Quickborn hatten 465 Euro für das Material gespendet. 60 Liter weiße Kreidefarbe hatte Zaft angerührt und mit Pigmenten angereichert. Der Regen wird sie erst kräftiger erscheinen lassen und dann innerhalb von drei bis vier Monaten abwaschen.

Kramer ist sich sicher, dass die Verwaltung während dieser Zeit besser arbeiten wird. „Das sind Good Vibrations. Das Rathaus wird strahlen.“

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