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Quickborner Tageblatt

21. Oktober 2017 | 05:16 Uhr

Quickborn : Ein Oratorium zum Mitsingen

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Kantorei der Marienkirche Quickborn organisiert Mitmach-Konzert. Best-of des sechsteiligen Werks von Johann Sebastian Bach.

shz.de von
erstellt am 18.Jan.2016 | 16:30 Uhr

Quickborn | Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium kommt mit Pauken und Trompeten, mit donnernden Triumpfgesängen und zarten Arien daher – da würde so mancher Konzertgänger am liebsten mitschmettern. Die Gelegenheit dazu hatten die Quickborner am vergangenen Sonnabend: Die Kantorei der Marienkirche lud zum Mitmach-Konzert und hatte zu diesem Zweck ein Best-of des sechsteiligen Oratoriums erstellt.

An das Publikum wurden am Eingang Notenzettel verteilt, doch wer unsicher war, durfte bereits am Mittwoch zu einer offenen Probe in das Gemeindehaus kommen. Fünf Menschen hatten von dem Angebot Gebrauch gemacht – beim Konzert in der Kirche verteilte sich das Verhältnis von jedoch etwa 50 zu 50: Die Kantorei verteilte sich mit den Gästen auf den Kirchenbänken, schön aufgeteilt in die einzelnen Stimmlagen. Währenddessen nahmen die Solisten Ulrike Meyer (Sopran), Claudia Zülsdorf (Oboe) und Gerd Jordan (Orgel) auf der Empore Platz. „Das Mitmach-Konzert haben wir schon öfters gemacht“, so der Chorleiter Michael Schmult. „Schon einmal mit dem Weihnachtsoratorium und auch einmal mit der Matthäuspassion. Das wird gut angenommen.“ 

Zu spät waren die Quickborner Sänger mit ihrem Konzert nicht, denn im liturgischen Kalender dauert Weihnachten noch an. So thronte über den Sängern auch immer noch glitzernd der geschmückte Tannenbaum, während sie sich stimmgewaltig durch Bachs beliebte Weihnachtsmelodien wie „Vom Himmel hoch“ und „Ich steh an deiner Krippen hier“ sangen. Schmult dirigierte Musiker und Sänger vorne beim Altar, wo auch der Vorleser Michael Grobe stand, um den Text des Evangelisten vorzutragen, normalerweise gesungen vom Tenor.

Meyer brillierte mit Sopranarien und Rezitativen, ganz besonders mit der glasklar vorgebrachten Koloraturarie „Frohe Hirten, eilt“, aber auch mit der Bassarie „Großer Herr“ – natürlich in ihre Stimmlage transponiert. Zülsdorf und Jordan, die einige Stücke noch für ihre Besetzung nachbearbeiten mussten, begleiteten und glänzten in kleinen Solopassagen – zum Beispiel mit dem musikalischen Echo in der Arie „Flößt, mein Heiland“. Doch sie präsentierten auch das Wiegenlied „Schlafe, mein Liebster“ instrumental. Die geschickte Neuverteilung im Quickborner „kleinen Weihnachtsoratorium“ sorgte dafür, dass sich jeder Künstler hervortun konnte, ohne dass Lieblingslieder verloren gingen.

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