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Die Kapazität an Stellplätzen ist erschöpft : Ein neues Parkhaus soll die P&R-Anlage Quickborn-Süd entlasten

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

44 Prozent mehr Fahrradbügel als vorhanden sind ebenfalls erforderlich - das besagt eine neue Studie.

shz.de von
erstellt am 15.Mär.2016 | 16:00 Uhr

Quickborn | Fast verdoppelt werden müsste die Zahl der Parkplätze an der Bahnhaltestelle Quickborn-Süd. Zudem sind dort 44 Prozent mehr Fahrradbügel als vorhanden erforderlich. Das hat das Hamburger Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Argus errechnet. Mitarbeiter Sebastian Groß stellte während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt eine Verkehrsuntersuchung vor.

„Die Kapazitätsgrenze scheint erreicht. Ab 8 Uhr ist es schwierig, einen Parkplatz zu finden“, erläuterte er. Einige Fahrer stellten ihre Wagen wild auf nicht dafür vorgesehenen Flächen ab. Die Haltestelle scheint für viele Pendler attraktiver als die Station im Zentrum zu sein. An dem Zugsteigepunkt Süd können Autofahrer die Bahntrasse queren. Dadurch ist aus etwa zwei Dritteln der Stadt der Weg dorthin kürzer als zum Bahnhof im Zentrum, an dem Autfahrer die Gleise nicht überqueren können. Zudem gelangen Pendler über Quickborn-Süd schneller zum Hamburger Jungfernstieg. Grund: Die Park-and-Ride-Anlage (P&R) an der Heidkampstraße liegt sehr nah an den Gleisen, und die Fahrtzeit in die Hansestadt dauert kürzer.

70 Pkw-Parkplätze gibt es zurzeit an der Station Quickborn-Süd. Groß sieht aber einen Bedarf von 135 Stellflächen. Zu dieser Einschätzung führten mehrere Annahmen: Erfahrungsgemäß sind etwa ein Viertel der Berufspendler nach 8 Uhr unterwegs. Damit wären rund 25 weitere Parkplätze erforderlich. Der Ausbau der Trasse für die S-Bahn 21 werde etwa 30 Prozent mehr Fahrgäste mit sich bringen. Nicht zuletzt steige das Pendleraufkommen auch mit der wachsenden Einwohnerzahl. Wenn es in Quickborn-Süd erst mehr Parkplätze gäbe, steuerten auch solche Fahrgäste die Haltestelle an, die zurzeit noch im Zentrum in die Bahn einsteigen.

Etwas entspannter sieht die Situation für Radfahrer aus. „Der heutige Bedarf kann als ungefähr gedeckt angesehen werden“, so Groß. Es gebe zurzeit 160 Stellplätze, davon 54 in Kleingaragen und 32 überdachte Bügel. Aktuell fehle es höchstens an zehn Plätzen. Wenn die Anlage aber durch bessere Bügel und einen Kiosk mehr Sicherheit biete und besser beworben würde, könnte die Nachfrage auf 230    Plätze wachsen.

Als Lösung schlug Groß den Bau eines doppelstöckigen Parkdecks auf der vorhandenen P&R-Anlage vor. Neue Flächen für Fahrräder könnten sich ergeben, wenn ein Gebäude westlich der Gleise abgerissen und die bestehenden Anlagen modernisiert werden würden. Die CDU- und die SPD-Fraktion befürworteten diese Strategie. Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) rechnet mit geringen Kosten. Die Metropolregion Hamburg fördere den Ausbau von P&R-Plätzen in hohem Maße. „Wir müssen vermutlich gar nichts dazu zahlen, weil wir die Grundstücke liefern“, sagte er.

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