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Quickborner Tageblatt

24. August 2017 | 07:31 Uhr

Ein Fest für Frauen jeder Couleur

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Stadt, Caritas, Diakonisches Werk und Deutscher Frauenring laden für 12. März ein. Musik, Tanz, internationales Büfett und Austausch.

Quickborn | In Deutschland wurde der erste Frauentag am 19. März 1911 begangen – knapp 105 Jahre später findet in Quickborn zum siebten Mal das Internationale Frauenfest statt. Frauen aller Herkunftsländer und Nationalitäten sind eingeladen, am Sonnabend, 12. März 2016, von 15 bis 18 Uhr im Gemeindesaal der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh, Ellerauer Straße 2, mitzufeiern.

Organisiert wird das Fest von der Gleichstellungsbeauftragten Anja Gehling, den Migrationsberaterinnen Sviatlana Fregin vom Diakonischen Werk Hamburg-West/Südholstein und Andja Zdravac-Vojnovic von der Caritas sowie Gisela Peschel vom Deutschen Frauenring. Mehr als ein Jahrhundert nach der Premiere erinnern sie an die Wurzeln dieser Tradition: In fast allen Ländern seien Demonstrationen und Streiks von Textilarbeiterinnen für höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen, kürzere Arbeitszeiten, gegen unzumutbare Wohn- und Lebensbedingungen, Ungerechtigkeit und Diskriminierung der Ursprung des Frauentags gewesen.

„Den internationalen Frauentag als Fest zu begehen heißt aufmerksam zu machen auf die Stärke und die gesellschaftliche Wichtigkeit von Frauen in allen Lebensbereichen“, erklären die Organisatorinnen unisono. „An diesem Festtag feiern wir, was unsere Vorgängerinnen bereits erreicht haben und formulieren unermüdlich den Willen, sich für Gleichberechtigung einzusetzen und Themen wie Entgeltgleichheit, Schutz vor Diskriminierung und Gewalt sowie Zugang zu politischen Ämtern und Führungspositionen weiter voranzubringen.“

Ein wichtiges Anliegen des Quickborner Frauenfests, die soziale Teilhabe, wird dieser Tage aktueller denn je, wie Zdravac-Vojnovic verdeutlicht, denn: „Ein Schwerpunkt ist es, Frauen, die geflüchtet sind, miteinzubeziehen. Das galt schon im vergangenen Jahr, wird dieses Mal aber noch wichtiger.“ Das Fest solle den Teilnehmerinnen Gelegenheit bieten, „mit Frauen ins Gespräch zu kommen, die eine Flucht hinter sich haben“, so die Migrationsberaterin.

Workshops zu indischen Klängen

Und wo könnte dies besser gelingen, als beispielsweise an einem abwechslungsreichen Büfett. Deshalb bitten die Organisatorinnen alle Teilnehmerinnen, eine typische Spezialität aus ihrem jeweiligen Herkunftsland mitzubringen. „Damit es besonders bunt wird, man über die Speisen ins Gespräch kommen und sich austauschen kann“, wünscht sich Gehling. Doch nicht nur Essen verbindet, sondern auch Tanzen. Daher wird Elena Hoppe internationale Tänze vorführen und anschließend Workshops zu indischer Musik anbieten. „Wir haben Tücher und Schals dabei, da können die Frauen gleich richtig einsteigen“, hofft Gehling auf zahlreiche Tanzwillige. Musikalisch wird die Veranstaltung zudem durch den Internationalen Frauenchor der Volkshochschule Tornesch-Uetersen bereichert. Außerdem gibt es Musik aus aller Welt in der „Multi-Kulti-Disco“, wie Gehling ankündigt. Nun gilt es, so viele Frauen mit Migrationshintergrund wie möglich für die Teilnahme zu gewinnen. „Das versuchen wir bei geflüchteten Frauen in erster Linie über die Betreuer“, berichtet Peschel. Gehling ergänzt: „Das funktioniert eben am besten über den persönlichen Kontakt.“ Während der Presserunde, in der die Pläne für das Fest vorgestellt wurden, appellierte auch Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl (CDU): „Sprechen Sie Frauen aus Ihrer Nachbarschaft an, mit zum Fest zu kommen.“

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erstellt am 25.Feb.2016 | 10:00 Uhr

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