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Quickborner Tageblatt

20. Oktober 2017 | 02:12 Uhr

Ein Erbe lässt Dina schwach werden

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

SpeeldeelQuickborner Theaterspieler haben für die neue Aufführungsserie ein ostfriesisches Stück ins Plattdeutsche übertragen

shz.de von
erstellt am 30.Sep.2017 | 16:09 Uhr

Rhauderfehn ist überall. Bühnenautor Helmut Schmidt hat das Dorf zum Mittelpunkt seiner Komödie „Sluderkram in Möhlmanns Gaarn“ (Tratscherei in Möhlmanns Garten) aus dem Jahr 2015 gemacht und knöpft sich darin in drei Akten die Heimlichtuer, Wichtigmacher, Verleumder und Lügner vor. Wie sehr sie ihren Mitmenschen das Leben schwer machen können, zeigt das Ensemble der Quickborner Speeldeel unter der Regie von Christa Gehrig. Deren Inszenierung des Bühnenwerks feiert am Sonnabend, 7. Oktober, Premiere.

Die Schwächen und Unzulänglichkeiten im menschlichen Miteinander – sie sind erklärtes Lieblingsthema des Boulevardtheaters, des mundartlichen dazu. Helmut Schmidt ist Ostfriese und hat sein Stück „Sluderkram in Möhlmanns Gaarn“ ursprünglich in friesischer Sprache geschrieben. Für Gehrig und ihr Ensemble (Regina Dwinger, Maja Hennings, Levan Dornies, Peter Lange, Nicole Bastein, Nadine Wittkopf, Erich Jabs und Gerda Jotzer) eine Herausforderung! Sie musste das Stück umschreiben und übertrug es dabei in die plattdeutsche Sprache. Die Arbeit hat sich gelohnt, das Stück offenbart auch in der neuen Version seinen ganzen Charme, ist höchst unterhaltsam und zutiefst menschlich. Dafür sorgt schon Dina Möhlmann, die gern über alles und jeden in Rhauderfehn informiert ist und ihr Wissen auch ungefragt mit jedem teilt.

Sie spioniert und macht dabei weder vor Haustüren noch vor Briefkästen halt, belauscht alles und jeden, mischt sich ungefragt ein und übertreibt in ihren Schilderungen nicht nur, sondern verdreht auch allzu oft die Tatsachen. Unterstützung bekommt sie von einigen Nachbarinnen, die es ebensowenig kümmert, wenn sie sich mit ihrer Schluderei überall in die Nesseln setzen. Das Blatt wendet sich, als Dina den Studenten Sascha und einen Obdachlosen bei sich unterbringt.

Vor allem Letzerer, ein Mann mit Knastgeschichte, stört das Beziehungsgefüge rund um Dina Möhlmann zunächst empfindlich. Als sich allerdings herausstellt, dass der neue Untermieter eine Millionenerbschaft gemacht hat, nimmt die Geschichte noch einmal Fahrt auf. Und plötzlich wird der Mann, über den die Damen zuerst die Nase rümpften, zu einer begehrten Partie, um die sich alle reißen. Auch Dina.

Die Aufführungen im Quickborner Artur-Grenz-Saal, Am Freibad 7, finden am Sonnabend, 7. und 14. Oktober, sowie Freitag, 13. Oktober, jeweils um 20 Uhr, und am Sonntag, 8. Oktober, um 16 Uhr, statt. Die Tickets kosten neun Euro und sind im Vorverkauf in der Quickborner Buchhandlung Theophil, Am Freibad 4  a, sowie in Ellerau bei Elektro Bollmann, Steindamm 1-3, zu haben.

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