zur Navigation springen

Weltgebetstag in Hasloh : Drinks und Lieder aus Kuba

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Den Weltgebetstag feierten etwa 50 Frauen und Männer. Patriarchales Rollenbild auf der Karibikinsel.

shz.de von
erstellt am 07.Mär.2016 | 16:00 Uhr

Hasloh | Am Eingang der evangelischen-lutherischen Kirche in Hasloh standen kleine Gläser mit Ananassaft und Bananennektar bereit. Der Geschmack ließ bereits kubanisches Gefühl in den Besuchern erwachen.

Etwa 50 Männer und Frauen kamen in die Kirche, um gemeinsam den Gottesdienst zum Weltgebetstag der Frauen abzuhalten. Wie bereits der Begrüßungs-Drink verriet, drehte sich an diesem Tag alles um das Leben auf der bevölkerungsreichsten Karibikinsel Kuba. Frauen verschiedener Kirchengemeinden aus Quickborn, Ellerau und Hasloh hatten sich zu einem Vorbereitungsteam zusammengeschlossen und gestalteten den Weltgebetstag gemeinsam.

Die Christinnen berichteten von dem alltäglichen Leben der Frauen in Kuba. Der zentrale Aufruf der Feier bestand darin, einander anzunehmen und füreinander zu sorgen. Besonders auf die Zukunft der Kinder wurde der Fokus gelegt. „Hilf uns, von Kindern zu lernen, einander anzunehmen, niemanden auszugrenzen, sondern in unseren Gemeinschaften Versöhnung zu suchen“, hieß es aus dem Schuldbekenntnis. Die Kirchengemeinde sang kubanische Lieder in deutscher Übersetzung.

In Kuba sind seit der Revolution Frauen und Männer rechtlich gleichgestellt. Jedoch klaffen Ideal und Wirklichkeit in privaten Haushalten auf der Karibikinsel häufig weit auseinander, berichteten die Frauen. Patriarchalische Rollenbilder sind vorherrschend. Die Ungleichheit wächst aufgrund der wirtschaftlichen und sozialen Krise. 11,16 Millionen Menschen leben auf der Insel, etwa zwei Millionen davon in der Hauptstadt Havanna. „In der Stadt sind die moderne Technik und die Industrie etabliert, doch den Menschen in den Außengebieten ist beides fremd“, sagte eine der Christinnen. Zwar gäbe es derzeit ein vorbildliches Bildungs- und Gesundheitssystem, doch auch dieses sei gefährdet. Begleitet wurde der Gottesdienst von zahlreichen Bildern aus Kuba.

Die Kollekte kommt der weltweiten Weltgebetstag-Projektarbeit zugute. Im Anschluss an den Gottesdienst hatten die Besucher bei typisch kubanischem Essen und Getränken die Möglichkeit, mit dem Vorbereitungsteam ins Gespräch zu kommen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen