Quickborner Sport-Stacking : Drei Weltrekorde und zig Medaillen

Die Becher-Meister aus Quickborn  sind erfolgreich.
Die Becher-Meister aus Quickborn sind erfolgreich.

Das Quickborner Sport-Stacking-Team räumt beim Ostsee-Cup kräftig ab. In Deutschland wird das Hochstapeln immer beliebter.

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01. Juli 2014, 10:15 Uhr

Quickborn | Neun Becher, zwei Schiedsrichter und ein Sport Stacker: Der Quickborner Daniel Kern (17) steht auf der großen Bühne, sammelt sich ein letztes Mal. Er holt noch einmal tief Luft, dann legt er los. Er nimmt die Hände von der Stoppuhr, stapelt drei Dreier-Pyramiden in Blitzesschnelle nacheinander auf und wieder ab und drückt auf die Stoppuhr. Nach nur 1,80 Sekunden ist alles vorbei. Tosender Applaus aus dem Publikum und die Worte: „Neuer Weltrekord“.

Diesen Ausruf hörte das Quickborner Sport Stacking-Team beim Ostsee-Cup, wo 56 Stacker aus Deutschland und Dänemark antraten, gleich drei Mal. Finja Hollin (9) stapelte in ihrer Altersklasse im 3-3-3 in 2,58 Sekungen, Mario (48) und Patrik Kern unterboten ihren bestehenden Weltrekord im Eltern-Kind-Doppel von 13,50 auf 13,49 Sekunden. Die Rekorde beziehen sich auf die International Sport Stacking Federation (ISSF).

Darüber hinaus holten die Quickborner Hochstapler einen Berg von Medaillen: 13 Gold-, 13 Silber- und elf Bronzemedaillen. Ein Supererfolg für das 15-köpfige Team, das sich jeden Freitag im Awo-Treff an der Kampstraße trifft, um von 17 bis 19 Uhr zu trainieren.

Beim Sport Stacking, das seinen Ursprung in den USA hat, stapelt man mit einem Set von neun beziehungsweise zwölf farbigen Bechern Pyramiden in einer bestimmten Reihenfolge auf und wieder ab. Dabei versucht man, möglichst schnell und fehlerfrei zu sein. Mehr als elf Schulen in den USA nehmen an dem Sport Stacking-Programm teil. Da das Becherstapeln in Amerika schon seit mehreren Jahren sehr populär ist, werden regelmäßig Meisterschaften abgehalten.
In Deutschland hingegen ist Stacking noch eine Nischensportart. Etwa 1000 Becherstapler gibt es hier. Die meisten sind jünger als 16 Jahre.

„Wir wollen alle davon überzeugen, dass es eine richtige Sportart ist“, sagt Daniel Kern. Das Quickborner Sport Stacking-Team hat sich im September 2010 aus Patrick Kern, Daniel Kern, und Mario Kern zusammengesetzt. „Egal, ob jung oder alt, erfahren oder unerfahren – jeder hat eine Chance, beim Sport Stacking ganz oben zu stehen“, sagt Kern.

Das Stacking hat noch einen Nebeneffekt: Durch die Benutzung beider Hände wird nicht nur die Motorik trainiert, sondern auch die Auge-Hand-Koordination, die die Vernetzung beider Hirnhälften fördert. Auch die Konzentrationsfähigkeit werde gesteigert, sagen Wissenschaftler.

Medaillenspiegel

Gold

Finja Hollin (5) , Daniel Kern (3), Mario Kern (2), Patrick Kern (1), Ralf Hollin (1) und Jasmin Heckmann (1)

Silber

Jasmin Heckmann (3), Daniel Kern (2), Markus Maiwald (1), Ralf Hollin (1), Patrick Kern (1), Morton Öwerdieck (1), Marie Lossin (1), Mario Kern (1), Jessica Kern (1) und Heike Kern (1)

Bronze

Patrick Kern (2),  Jacqueline Koch (2), Markus Maiwald (2), Morten Öwerdieck (1), Sebastian Brenner (1), Jasmin Heckmann (1), Mario Kern (1) und Lennart Koch (1)

 
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