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Quickborner Tageblatt

20. Oktober 2017 | 02:08 Uhr

Drei Häuser unter einem Dach

vom

shz.de von
erstellt am 07.Aug.2013 | 01:14 Uhr

Quickborn | Andreas Kelber will es ganz genau wissen. Der Schulleiter der Quickborner Comenius-Schule läuft auf der Baustelle hinter dem Tross der Stadtverwaltung hinterher. Er habe gehört, dass der Werkraum schon benutzt werden könne. Der Gebäudetrakt, in dem der Raum sein soll, wird seit dem Jahr 2010 saniert, in den kommenden Wochen soll alles fertig werden.

Die Stadt hat die gelben Klinkergebäude Am Freibad aufwändig sanieren lassen. Aus den drei aneinander liegenenden Häusern mit einer Konstruktion aus drei einzelnen Dächern wurde ein Gebäudekomplex unter einem großen Dach. An die Gebäude für Klassen- und Fachräume schließt die Aula mit einer Fläche von 330 Quadratmetern an. Mitte Oktober wollen die Bau firmen mit den Arbeiten an der Aula, dem Artur-Grenz-Saal, fertig werden.

"Es geht um viel Geld, das wir eigentlich nicht haben", sagte Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) im Dezember 2012 über die Maßnahmen in der Schule. Eine Sanierung wurde bereits im Jahr 2006 beschlossen. 1,9 Millionen Euro sollten die Arbeiten zunächst kosten. Dann die Hiobsbotschaft im Jahr 2010: Nicht nur die umfangreichen Schäden am Hauptträger des Daches mussten behoben werden, bei einer Untersuchung wurden im Gebäude auch erhebliche Schadstoffmengen festgestellt - von Asbest bis PCB. Im Sommer 2011 wurde deswegen die Schule für den Betrieb geschlossen. Statt das Bauwerk abzureißen und neu aufzubauen, was zeitweise im Gespräch war, entschied sich die Politik für eine kostengünstigere Sanierung der Schule. Dennoch: Statt 1,9 Millionen betrugen die Kosten für die Sanierung nun mehr als sechs Millionen Euro. Hinzu kommt die Einrichtung der Klassen- und Fachräume für Chemie, Werken, Textillehre und Musik für etwa 130 000 Euro und Außenanlagen um die Aula sowie neue Grundleitungen für 750 000 Euro.

"Die Gebäudesubstanz ist gut", sagt Köppl. 1957 wurden die beiden Schulgebäude erbaut, wenige Jahre später folgte die Aula. Ein Neubau wäre 40 Prozent teurer ge wesen - und kleiner als der Komplex jetzt ist. Die Häuser, zwischen denen früher ein Lichthof lag, sind nun durch ein Foyer miteinander verbunden. Die ersten zwei Fachräume für Musik und Kunst sowie vier Klassenräume können bezogen werden. Die Fertigstellung der Räume im Obergeschoss folgen in den kommenden Wochen. Wegen der hohen Feuchtigkeit im Estrich kann der Fußboden noch nicht verlegt werden.

Schule, Stadt und Verwaltung erwarten die Fertig stellung der Aula im Oktober. Aufwändig auch die Maßnahmen dort: Heizung, Elektro, Sanitäranlagen und Lüftung - alles ist neu. "Anstelle der früheren Portalbühne bekommt die Aula jetzt eine flexibel bespielbare Traversenbühne", sagt Architekt Christian Schilling über das Projekt. Auch für die Beleuchtung gebe es jetzt bessere Vorraussetzungen. Die Aula fasst dann mit 460 Zuschauer etwas weniger Personen als zuvor.

Schulleiter Andreas Kelber, der sich schon Hoffnung für seinen neuen Werkraum machte, muss sich noch etwas gedulden. Noch fehle die Einrichtung für den Raum, so die Antwort von Fachbereichsleiter Burkhard Arend. "In vier Wochen ist sie da."

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