zur Navigation springen

Johanniter in Quickborn : Dieser Abschied ist kein leichter

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Maike Möller gestaltete mehr als zehn Jahre lang maßgeblich die Arbeit der Kinder- und Jugendeinrichtungen.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedete sich am Sonnabend Maike Möller von ihrer Position als Fachbereichsleiterin der Johanniter. „Ich konnte mich hier entwickeln und hatte eine tolle Zeit“, erklärte Möller während ihrer Ansprache im Johanniter-Haus „Quickelbü“ in der Hans-Heyden-Straße.

Mehr als 100 geladene Gäste waren erschienen, um die Quickbornerin, die über zehn Jahre maßgeblich die Kinder- und Jugendarbeit im Ort mitgestaltet hatte, gebührend zu verabschieden. Dass dieser Abschied kein leichter war, das merkte man nicht nur an den teils emotionalen Worten der  Gäste. Auch Möller selbst kam kurz auf die Ereignisse während der vergangenen Monate zu sprechen, die bei ihrer Entscheidung sicher nicht außer acht gelassen werden wurden: „Im Herbst 2012 dann die überraschende Wende – Herr Noel kam plötzlich aus dem Urlaub nicht mehr zu den Johannitern zurück und auch Herr Balschat wurde nicht zum Vorstand berufen, sondern schied aus dem Verband aus.“ Die Zusammenarbeit mit dem neuen Vorstand Olaf Bien beinhaltete zunächst die Wirtschaftsplanung. Stellenstreichungen waren die Folge. Und auch die ins Stocken geratenen Planungen für die weiterführende Johanniter-Schule wurden Anfang dieses Jahres endgültig begraben. Der Träger wolle die Schule als reine Grundschule fortführen.

Für Möller, die nach eigenen Angaben „Herrn Noel schon früh den Floh einer Johanniter-Schule ins Ohr gesetzt hatte“ sicher auch eine persönliche Enttäuschung. Die Zukunft der Schule bleibt indes ungewiss. „Ich wünsche dem Projekt, dass es irgendwie doch noch realisiert werden kann“, so die scheidende Fachbereichsleiterin.

Dass sie bei den Johannitern fehlen wird, daran ließ auch Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) keinen Zweifel. Auch wenn er Kritik an der Zuverlässigkeit der Johanniter übte, stellte er klar: „Das Wichtigste für dich war immer das Interesse der Kinder“. Möllers Loyalität, Zuverlässigkeit und Kompetenz werde mit Sicherheit vermisst.

„Wir wissen, was wir an dir haben und hatten“, erklärte auch Kita-Leiterin Grit Feller, die sich für die gute Zusammenarbeit bedankte. Wohin Möller ihre berufliche Neuorientierung verschlägt, ließ sie indes noch im Dunkeln. „Das sage ich, wenn ich da bin“, scherzte sie. Dass es kein Abschied für immer sei, daran ließ auch der Bürgermeister keinen Zweifel. „Du bist nicht aus der Welt“, so Köppl, „du bist nur woanders“.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 27.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen