AKN-Zugang : „Die Zeit rennt uns davon“

Seit dem 2. Mai 2011 gesperrt: Der Durchgang zum AKN-Bahnhof an der Landesstraße 76.
Seit dem 2. Mai 2011 gesperrt: Der Durchgang zum AKN-Bahnhof an der Landesstraße 76.

Initiative macht Druck beim Bürgermeister. Die Querung ist seit 2011 geschlossen.

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03. Juni 2014, 10:00 Uhr

Quickborn | Ernst Klöpner von der Bürgerinitiative (BI) Quickborn 2011 ist enttäuscht: Seit dem 2. Mai 2011, 6 Uhr, ist der Zugang von der Bahnstraße in Höhe der Einmündung Ohlmöhlenweg zum AKN-Bahnhof geschlossen. Nun machte er Druck während der jüngsten Sitzung der Quickborner Ratsversammlung und verteilte eine Petition. Darin heißt es: „Wir bitten die Ratsversammlung um Beschlussfassung zum Umbau der Bahnstraße“. Zudem lässt die BI die vergangenen drei Jahre Revue passieren.

2011 war der Zugang zum AKN-Bahnhof Ellerau von heute auf morgen per Maschendrahtzaun gesperrt worden. Der Übergang zum Bahnhof an der Landesstraße 76 (L76), auf der täglich bis zu 10 000 Autos und Lkw fahren, sei zu gefährlich, lautete die Begründung durch die Eisenbahnaufsicht des Verkehrsministeriums in Kiel.

Weil Fahrgäste der AKN seit der Sperrung einen Umweg in Kauf nehmen müssen, gab es heftigen Protest aus der Bevölkerung. 1386 Unterschriften wurden gesammelt und beim Landtag in Kiel eingereicht. Quickborn und Ellerau versprachen schnelle Hilfe. Doch diese lässt auf sich warten.

Was Klöpner nicht verstehen kann: „Seit 2012 liegt ein vom Landesbetrieb Verkehr erarbeiteter ausführlicher Plan vor“, sagte Klöpner. Nach Kenntnis der BI sei erfolgreich mit den Grundstückseigentümern verhandelt worden und der von Quickborn bereits unterschriebene Vertrag liege in Ellerau zur Unterschrift vor.
Jüngst habe Klöpner sein Anliegen auch dem Ausschuss für Stadtentwicklung vorgetragen. „Die Sitzungsteilnehmer vermittelten den Eindruck, der AKN-Haltepunkt Ellerau sei für die Stadt Quickborn kein vordringliches Problem.“

Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) antwortete Klöpner während der Ratsversammlung. „Es gibt keine neue Sachlage. Die Ellerauer zieren sich“, erklärte er und kündigte zugleich ein Gespräch in Ellerau an. Wie berichtet, geht es darum, dass Ellerau die Hälfte der Kosten nicht mehr übernehmen will – obwohl das vorher so mit Quickborn abgesprochen war. Die Gesamtkosten betragen 160 000 Euro.

Doch die Zeit rennt davon. Klöpner warnte: „Nach unserem Kenntnisstand muss ein Umbau noch in diesem Jahr erfolgen. Wegen des A 7-Ausbaus darf in den nächsten Jahren ein solcher Umbau nicht mehr erfolgen.“

Diese Einschätzung teilt Bürgermeister Köppl auch: „Dann wird es schwierig. Der Zeitdruck ist da. Vor dem Sommer muss es eine Entscheidung geben“, sagte er gestern auf Anfrage dieser Zeitung.

Fest steht, dass der alte Übergang nicht wieder geöffnet wird. Die Pläne: In Höhe des Ohlmöhlenweges – also nur wenige Meter vom ursprünglichen Übergang entfernt – soll eine neue Querung gebaut werden. Dafür ist ein Verschwenk der Straße nötig. Eine  Schutzzone für Passanten ist dort vorgesehen.
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