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Picknick der Nationen in Hasloh : Die Welt zu Gast auf der Skaterbahn

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Fröhliche Stimmung beim zweiten Picknick der Nationen in Hasloh. A-Cappella-Darbietungen der Nationalhymnen.

shz.de von
erstellt am 18.Jul.2017 | 10:00 Uhr

Hasloh | „Humat ad-diyar ‘alaikum salam“, sangen Hafez Mafhoz, Mahdi Almalouh und Jomaa Aldaeif. Der Beginn der syrischen Nationalhymne bedeutet übersetzt so viel wie: „Beschützer des Heimatlandes, Frieden sei mit Euch.“ Die drei in Hasloh lebenden Flüchtlinge sangen ihre Landeshymne während des Picknicks der Nationen auf der Skaterbahn neben dem Sportplatz. Mitorganisatorin Beate Haines (SPD) hatte die Idee und bat die Männer während des Flüchtlings-Cafés einen gesanglichen Beitrag für das Treffen vorzubereiten. „Ich fand das ganz toll, dass sie sich getraut haben“, sagte Haines nach der A-Cappella-Darbietung.

Sozusagen als Antwort darauf, sang sie zusammen mit Haslohs Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD), dessen Ehefrau Verena und Dorit Weidtmann (SPD) die deutsche Nationalhymne, in die alle Besucher mit einstimmten. Dann trauten sich Algena, Merhawit, Yamal und Aman aus Eritrea: „Eritra, ab Alem chebi Tato gbue kbra.“ Seit seiner Unabhängigkeit im Jahre 1993 wird dort „Eritrea hat die ihr zustehende Anerkennung auf der Welt verdient“ gesungen.

Brummund freute sich, dass trotz der zahlreichen anderen Veranstaltungen so viele Besucher gekommen waren. Es gebe mittlerweile sieben Wohnorte in Hasloh, an denen Flüchtlinge untergebracht seien, und er habe das Gefühl, dass sich alle in der Gemeinde sehr wohl fühlten, sagte der Bürgermeister. Mit einem charmanten „Merci“ bedankte er sich bei Petra Homfeldt und Haines vom Willkommensteam für die Organisation des internationalen Büfetts, das schon zum zweiten Mal stattfand. Gehe es nach ihm, könne das Picknick der Nationen fest in den Hasloher Veranstaltungskalender aufgenommen werden, so Brummund. Mit der Meinung stand der Bürgermeister nicht allein da. „Wenn man so lieb zum Essen eingeladen wird“, sagte Linda Kuczewski. Die Hasloherin gibt zwei Mal die Woche Deutschunterricht.

Beim Picknick bot ihr ihre Schülerin Algena , eine eritreische Spezialität namens Derho an. Derho sei in ihrer Heimat ein beliebtes Gericht. Dazu esse man Injera, ein selbstgebackenes, weiches, leicht gesäuertes Fladenbrot aus Teffmehl. Jan Sikora kam mit seiner Tochter Maja aus Quickborn. Der polnische Physiker floh mit seiner Frau 1985 aus der damaligen Tschechoslowakei nach Hamburg. Die beiden brachten das schmackhafte polnische Nationalgericht Bigos, bestehend aus Sauerkraut sowie verschiedenen Fleisch- und Wurstsorten, mit. Es war ein fröhliches, geselliges Beisammensein, ganz im Zeichen echter gelebter Integration.

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