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Zuschüsse in Quickborn : Die Stadt öffnet ihr Füllhorn

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

134.100 Euro für 13 Einrichtungen.

von
erstellt am 02.Dez.2016 | 12:15 Uhr

Quickborn | Mit Zuschüssen in Höhe von 134.100 Euro will die Stadt Quickborn 2017 das soziale und kulturelle Leben fördern. Sie wird für diese Zwecke voraussichtlich 7900 Euro mehr als 2016 ausgeben. Der Sozial- und der Bildungsausschuss berieten über Anträge von 13 Einrichtungen, erfüllten aber nicht alle Wünsche. So weigerten sich die Politiker, die Kosten für neue Räumlichkeiten des Kultur- und des Kunstvereins Quickborn mitzutragen. Zudem gelten die Zusagen erst, wenn die Ratsversammlung den Haushalt 2017 beschlossen hat.

Zu Diskussionen im Bildungsausschuss führte ein Antrag des Kultur-Vereins auf einen Zuschuss von 5200 Euro. Er wollte davon 4000 Euro für den Ausbau eines Veranstaltungszentrums in Privaträumen in Quickborn-Renzel verwenden. Bürgervorsteher Henning Meyn (CDU) sagte: „Ich habe im Moment noch Probleme, wenn Sie in einem Gebäude, das nicht der Stadt gehört, investieren wollen.“ Angenommen wurde der Vorschlag von Dirk Rust (SPD), nur 1200 Euro für drei kulturelle Projekte zu bewilligen.

Kontrovers diskutiert wurde zudem die Bitte des Kunstvereins Quickborn um einen Zuschuss in Höhe von 14  525 Euro. Er beinhaltete auch eine Beteiligung an der Miete des ehemaligen Offenen Ateliers. „Das ist wirklich eine harte Nuss, weil wir bedenken müssen, dass die anderen Vereine in Quickborn eigene Lösungen gefunden haben“, sagte Meyn und schlug eine Vertagung der Beratung vor. Vereinsmitglied Edwin Zaft hielt dagegen, dass der Bedarf entstanden sei, weil ein gemeinsames Mietprojekt mit dem Kultur-Verein im ehemaligen „Penny-Markt“ nicht zustande gekommen sei. Künstler bräuchten mehr Platz als in angemieteten Büros in der Regel vorhanden sei, sowohl zum Malen und Abstellen ihrer Bilder als auch für Kunstausstellungen. Bewilligt wurde eine Förderung von drei Projekten in Höhe von 3700 Euro.

Die Freunde der Kammermusik sollen eine Förderung in Höhe von 5400 Euro für Konzerte, die Musikschule Quickborn 37.500 Euro erhalten. 3000 Euro gehen an die Initiatitve Selbstbewusstes Quickborn für eine Tafel beim Birkenwäldchen am Harksheider Weg zum Gedenken an das Nazi-Opfer Paul Warnecke.

Edwin Zaft (vorn, v. l.) und Renate Poggendorf vertraten im Bildungsausschuss den Kunstverein, Lorenz Jensen die Quickborner Musikschule, Ann Kristin Schäcke den Kultur-Verein, Johanna Schmaltz (zweite Reihe, r.) die Freunde der Kammermusik Quickborn.
Edwin Zaft (vorn, v. l.) und Renate Poggendorf vertraten im Bildungsausschuss den Kunstverein, Lorenz Jensen die Quickborner Musikschule, Ann Kristin Schäcke den Kultur-Verein, Johanna Schmaltz (zweite Reihe, r.) die Freunde der Kammermusik Quickborn. Foto: Jäger
 

Der Sozialausschuss winkte acht Anträge durch. „Wir sehen alle den immensen Beitrag, den Sie für unser Gemeinwohl leisten“, sagte die Vorsitzende Annabell Krämer (FDP). Der Jugend-Spielmanns- und Fanfarenzug Quickborn soll 8500 Euro erhalten. Die Spiel-i-othek bekommt 10200 Euro als Defizitausgleich und 8000 Euro für Anschaffungen, die bei ihrem Umzug von der Goethe- in die Comenius-Schule Ende 2017 anfallen werden. Die Angebote der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Norderstedt für Quickborner werden mit 4000 Euro bezuschusst. Die Außenstelle Quickborn des Wendepunkts, einer Beratungsstelle gegen den sexuellen Missbrauch an Kindern, erhält 13.000 Euro. 3800 Euro stellt die Stadt dem Quickborner Deutschen Roten Kreuz bereit. Es kümmert sich um Senioren sowie um beeinträchtigte Menschen. Die Johanniter-Unfall-Hilfe in Quickborn bekommt 2500 Euro für die Aus- und Fortbildung sowie 1300 Euro für die Jugendarbeit.

Mit 10.000 Euro will der Sozialausschuss das Projekt „Kleine Riesen“ der ATS-Suchtberatungsstelle Quickborn für Kinder süchtiger Eltern fördern. Die ATS selbst bringt dafür jährlich 4000 Euro auf, der Kreis Pinneberg 17.500 Euro. Damit wird eine halbe Fachkraftstelle finanziert, die allein die Nachfrage aber nicht decken kann. 22.000 Euro sollen der Quickborner Werkstatt zugutekommen, die Langzeitarbeitslose integriert und den Quickborner Tisch anbietet. Der Träger brachte dafür 2015 mehr als 40.000 Euro auf.

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