zur Navigation springen

Flüchtlinge in Quickborn : Die Stadt bereitet sich vor

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

690.000 Euro stehen zur Verfügung. Weitere Wohnalternativen werden geprüft.

von
erstellt am 29.Okt.2014 | 10:00 Uhr

Quickborn | Das Thema Asylbewerber ist in aller Munde. Auch während der jüngsten Sitzung der Ratsversammlung am Montagabend war es ein Punkt auf der Agenda. Doch in Quickborn werden bereits Nägel mit Köpfen gemacht: 690.000 Euro sind in den Haushalt gestellt worden, um bei der Beschaffung von Wohnraum für die Migranten schnell reagieren zu können. Das haben die Ratsmitglieder einstimmig und ohne Debatte beschlossen.

Der Ratsfrau Annabell Krämer (FDP) oblag es, den Fachvortrag zu halten: 130 Asylbewerber sind derzeit in städtischen Wohnungen untergebracht. Für 2015 werden 60 bis 80 neue Flüchtlinge in der Stadt erwartet. „Es kommen starke Belastungen auf Quickborn zu“, so Krämer.

Doch die Stadtvertreter haben konkrete Vorstellungen: Eine mögliche Alternative ist die Aufstellung von Wohncontainern. Derzeit wird geprüft, auf einem städtischen Grundstück an der Bahnstraße neun Container für etwa 50 Personen aufzubauen. Hier wird eine Genehmigung für fünf Jahre ins Auge gefasst, hieß es im Rat. Bereits in den 1990er Jahren standen dort Mobilheime für Asylbewerber, woran Krämer erinnerte.

Zum Hintergrund: Die Unterkünfte wurden allerdings wieder abgebaut, weil das Gelände für Wohnbebauung verkauft werden sollte. Diese Pläne haben sich aufgrund fehlender Investoren jedoch zerschlagen.

Unterdessen werden noch weitere Alternativen geprüft. Dazu gehören die Anmietung von Wohnraum, die Aktivierung städtischer Gebäude, der Ankauf von älteren Bestandsimmobilien sowie eine Kombination aus allen Vorschlägen. Wie die Politik sich auch entscheiden wird, Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) stellte klar: „Wir müssen schnell reagieren.“

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert