Neujahrsempfang in Quickborn : Die SPD will eine Geschäftsstelle eröffnen

Gute Stimmung bei den  Genossen: Während des Neujahrsempfangs redeten sie über ihre Ziele für 2015.
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Gute Stimmung bei den Genossen: Während des Neujahrsempfangs redeten sie über ihre Ziele für 2015.

Die Sozialdemokraten möchten nah am Bürger sein. Klares „Nein“ zur Gronauquerung.

shz.de von
13. Januar 2015, 10:00 Uhr

Quickborn | Eine Schweigeminute kann lang sein, wenn die Gedanken bei den Mordopfern der Terror-Anschläge in Paris sind. Beim Neujahrsempfang der Quickborner SPD im Treff der Arbeiterwohlfahrt sagte der Ortsvereins-Vorsitzende Eckhard Schramm: „Es wird diesen Verbrechern nicht gelingen, unsere Werteordnung in Frage zu stellen und unsere freie Gesellschaft zu spalten: Wir sind alle Charlie!“

Zu dem Empfang am Sonntag waren zahlreiche Gäste erschienen, darunter Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) mit Frau Ragna sowie die SPD-Freunde aus der Partnerstadt Malchow, Klaus Haase und Hartmut Kretschmer, der dort als Bürgermeisterkandidat der Sozialdemokraten am 26. April antritt. Vom 1. FC Quickborn waren die Vorstands-Repräsentanten Oliver Armack und Marika Kuberg gekommen.

Rückblickend stellte Schramm fest, dass 2014 ein bemerkenswertes Jahr war: „Zum ersten Mal in der Geschichte unserer Partei und in der Geschichte der deutschen Demokratie wurde von unseren Mitgliedern über einen Koalitionsvertrag abgestimmt.“ Sozialdemokratische Kernanliegen wie gesetzlicher Mindestlohn, abschlagsfreie Rente für langjährig Versicherte, Neustart der Energiewende und eine Mietpreisbremse konnten erfolgreich laut Schramm umgesetzt werden.

Der Einsicht folgend, dass die politische Arbeit an der Basis das tragende Element der Demokratie sei, will der Ortsverein eine stärkere Präsenz in Quickborn einleiten. „Als erste Quickborner Partei werden wir am 1. Februar in der Querstraße 2 eine Geschäftsstelle eröffnen “, gab der Vorsitzende unter starkem Beifall bekannt.  

Suche nach bezahlbaren Räumen

Nicht nur die SPD, sondern auch der 1. FC Quickborn sei auf der Suche nach geeigneten, bezahlbaren Räumen gewesen. „Also kamen wir zusammen und fanden die optimale Lösung – voneinander getrennte Büros unter einem Dach. Wir werden die Möglichkeiten nutzen, vor Ort und nahe an den Bürgerinnen und Bürgern zu sein.“

Zur Kommunalpolitik führte SPD-Mitglied Jens-Olaf Nuckel aus, dass sich die SPD-Lokalpolitiker „vehement dafür einsetzen werden, dass die Gronauquerung nicht kommt“. Er regte an, einen neuen Flächennutzungsplan aufzustellen, der die Entwicklungen und Veränderungen der Stadt berücksichtigt. „Der soziale Wohnungsbau muss wieder belebt werden“, forderte Nuckel.

Bürgermeister Köppl erwiderte sehr diplomatisch: „Die Gronauquerung brauchen wir eigentlich, aber man kann auch anderer Meinung sein. Es ist wichtig, dass wir darüber reden und dass man aufeinander zugeht. Wir müssen die Hängepartie beenden.“ Die bessere Kommunikation miteinander sei auch angesagt, um bald eine S-Bahn-Verbindung nach Hamburg durchzusetzen.  

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