Diskussion : Die SPD Quickborn will ein Zentrum für Einsatzkräfte

Astrid Huemke und Karl-Heinz Marrek blicken vom Gelände der Feuerwache auf die Freifläche, auf dem sie die Polizei ansiedeln möchten.
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Astrid Huemke und Karl-Heinz Marrek blicken vom Gelände der Feuerwache auf die Freifläche, auf dem sie die Polizei ansiedeln möchten.

Geht es nach den Sozialdemokraten soll neben der Feuerwehr- eine Polizeiwache entstehen.

shz.de von
13. April 2018, 12:30 Uhr

Quickborn | Die SPD-Fraktion wird nach Aussage von Astrid Huemke und Karl-Heinz Marrek spätestens nach der Kommunalwahl eine Diskussion über den Bau eines Rettungs- und Sicherheitszentrums in Innenstadtnähe anstoßen. Im Blick haben die Sozialdemokraten dafür nach eigenen Angaben ein städtisches Grundstück zwischen Stadtwerken und Feuerwache an der Marktstraße. „Wir könnten dort ein Gebäude hinstellen, das genau den Ansprüchen der Polizei entspricht“, sagte Marrek im Gespräch mit unserer Zeitung.

Die Fläche wurde bisher gewerblich genutzt, die Bestandsgebäude stehen inzwischen nicht mehr. „Wir gehen nicht davon aus, dass es an diesem Gelände irgendwelche negativen Aspekte gibt. Auch verkehrstechnisch ist die Fläche perfekt“, sagte er.

Auch Huemke warb für die Idee und möchte in dem Zug auch auch Platz etwa für die Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes schaffen. „Wir halten es grundsätzlich für sinnvoll, Rettungsdienste und Polizei an einem Standort zusammenzufassen. Und von einem Sicherheitszentrum an der Marktstraße aus könnte auch Ellerau gut bedient werden“, sagte sie. Damit würde eine langjährige Forderung ihrer Partei umgesetzt.

Die Fraktionsvorsitzende und der Ratsherr versprechen sich von dem Projekt zudem eine Aufwertung Quickborns als Wohnort und Gewerbestandort. Dabei sehen sie keine Finanzierungsprobleme. „Wenn die Stadt Bundes- und Landesmittel einwerben kann, lässt sich die Investition vor dem Hintergrund, dass sie das Grundstück ja nicht kaufen muss, durch Mieten gut refinanzieren“, so Marrek, der ankündigte, die SPD werde einen Antrag auf eine planungsrechtliche Untersuchung einbringen, sobald sich die neue Stadtvertretung konstituiert habe.

CDU-Chef Bernd Weiher bezeichnete die Pläne gestern im Gespräch mit unserer Zeitung als „unausgegoren“ und im Hinblick auf einen möglichen Umzug der DRK-Rettungswache sogar als „irrsinnig“. „Da wird wieder eine Wahlkampf-Sau nach der anderen durchs Dorf getrieben“, so der Christdemokrat. Das DRK habe für den Bau der Rettungswache am aktuellen Standort viel Geld in die Hand genommen und gerade noch einmal in eine Erweiterung investiert. „Was soll denn mit der Immobilie passieren, wenn das DRK auszieht? Da kann nur eine Rettungswache untergebracht werden“, sagte er.

Weiher geht zudem davon aus, dass die Stadtwerke die Fläche für eigene Pläne nutzen wolle. Die Politik habe sie vor Jahren schon mal im Auge gehabt und dabei festgestellt, dass die von der SPD jetzt angedachten Pläne dort nicht ohne weiteres realisierbar seien. Allein über eine Polizeiwache müsse man nachdenken, allerdings gehe das nur in enger Abstimmung mit dem Innenministerium und der Polizei selber.

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