zur Navigation springen

Sporthalle Heidkamp : Die Sanierung ist beschlossene Sache

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

SPD scheitert mit Wunsch nach Wirtschaftlichkeitsgutachten für Sporthalle Heidkamp. Rat segnet Vorschlag der Verwaltung ab.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2015 | 14:00 Uhr

Quickborn | Der Ausschuss für kommunale Dienstleistungen (AKD) hatte vor zwei Wochen entschieden: Eine Auftragsvergabe für die Sporthalle Heidkamp in Quickborn wird es nur nach der Erstellung eines Wirtschaftlichkeitsgutachtens geben. Der Antrag der SPD-Fraktion war überraschend mit drei Ja-Stimmen bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen beschlossen worden. Nun ist er wieder Makulatur. Die Ratsversammlung entschied am Montagabend mit 19 Ja-, sechs Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen: An der Sanierung der Sporthalle Heidkamp wird festgehalten.

Dem war ein kleiner Sitzungsmarathon vorangegangen, um das Thema überhaupt im Rat beraten zu können. „Nach Durchsicht der Hauptsatzung stellt sich die Frage, ob der Ausschuss für kommunale Dienstleistungen für so eine weitreichende Beschlussfassung überhaupt allein zuständig ist“, stellte Ralf Gercken, Projekt- und Fachbereichsleiter, den Grund für die Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Freizeit klar.

Da dieser in bisherige Entscheidungen eingebunden war und für die Belange des Schulwesens zuständig sei, sollte der Vorschlag der Verwaltung, die Sporthalle Heidkamp zu sanieren, dort abgesegnet werden. Ein Wirtschaftlichtkeitsgutachten – wie von der SPD gefordert – würde 200.000 Euro verschlingen und die Planungen für die Erneuerung der Sporthalle um mindestens ein Jahr zurückwerfen.

Zudem sah eine Kostenaufstellung der Verwaltung über eine Laufzeit von 25 Jahren die Sanierung im Vorteil. Diese würde etwa 5,4 Millionen Euro kosten, ein Neubau die Stadtkasse dagegen mit fast 7 Millionen Euro belasten. Die Nebenkosten seien fast unverändert. „Die Kosten für Gas können eventuell von 14.00 auf 10.000 Euro reduziert werden“, so Gercken. „Es ist beeindruckend, was bis heute passiert ist. So eine Vorlage wurde uns in der gesamten Planungsphase nicht vorgelegt“, sagte Karl-Heinz Marrek (SPD). Dennoch stellte er klar: Seine Fraktion werde an dem Wirtschaftlichkeitsgutachten festhalten: „Es ist unsere Pflicht als Kommunalpolitiker, das Projekt an dieser Stelle zu stoppen.“ Vor allem die Wasserleitungen, für die die Planungsbüros keine Garantie übernehmen wollen, bereiteten ihm Kopfzerbrechen.

Laut Bürgermeister Thomas Köppl werde die Sanierung an sich zwischen 2,4 und 3,4 Millionen Euro kosten, ein Neubau 4,4 bis 5,2 Millionen – bei fast gleichen Betriebskosten. Marrek warnte dagegen: „Ob wir mit 2,4 Millionen Euro hinkommen, bezweifle ich. Wir haben eine Punktlandung vor der Ausschreibung hingelegt. Da kommt noch einiges auf uns zu.“

Unterstützung von der SPD

Unterstützung erhielt Marrek von der SPD. Grüne und CDU stimmten für den Vorschlag der Verwaltung, an der Sanierung festzuhalten, so dass dieser mit vier zu drei Stimmen angenommen wurde. Das gleiche Ergebnis erhielt der Vorschlag auch im Hauptausschuss, der direkt im Anschluss tagte.

Wer danach in der Ratsversammlung eine schnelle Entscheidung erwartet hatte, der sah sich getäuscht. Vor der geplanten Abstimmung wurde die Sitzung noch für Beratungen unterbrochen.

Der SPD-Antrag auf ein Wirtschaftlichkeitsgutachten wurde letztlich mit 18 zu sieben Stimmen bei einer Enthaltung abgelehnt. Die Ratsversammlung stimmte mit 19 zu sechs Stimmen bei zwei Enthaltungen für die Sanierung.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen