Quickborn : Die Höchstspannungsleitung rückt näher

Drei Varianten für die Trassenführung standen zur Auwahl, Stadtplaner Felix Thermann zeigt den „Vorzugkorridor“ an.
Drei Varianten für die Trassenführung standen zur Auwahl, Stadtplaner Felix Thermann zeigt den „Vorzugkorridor“ an.

Ein Teil der Ostküstenleitung könnte künftig durch ein zirka 900 Meter langes Stück des Rantzauer Forsts im Ortsteil Heide führen.

shz.de von
15. Mai 2015, 10:00 Uhr

Quickborn | Was vor einigen Wochen noch ein denkbares Zukunftsszenario war, konkretisiert sich nun: eine weitere Hochspannungsleitung auf Quickborner Stadtgebiet. Ein Teil der Ostküstenleitung könnte künftig durch ein zirka 900 Meter langes Stück des Rantzauer Forsts im Ortsteil Heide führen.

Wie diese Zeitung im April berichtet hatte, standen für die 380 kv-Höchstspannungsleitung aus dem Raum Lübeck in den Kreis Segeberg drei mögliche Trassenverläufe zur Debatte – einer davon betrifft auch die Nordspitze des Quickborner Ortsteils Heide. Von diesen Plänen hatte die Stadtverwaltung nur durch die Einladung zu einen sogenannten Scoping-Termin erfahren. „Wir sind aus allen Wolken gefallen“, erklärte Friederike Lattmann, Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung und Umwelt, im April. Wie Lattmanns Kollege, Stadtplaner Felix Thermann, nun am vergangenen Mittwoch berichtete, sei das vom Energiewendeministerium initiierte Bürgerdialogverfahren mittlerweile abgeschlossen – mit dem Ergebnis, dass die Variante, die den Rantzauer Forst durchquert, von der Firma Tennet „als Vorzukorridor“ ermittelt worden sei. „Wir müssen also befürchten, betroffen zu sein“, sagte Thermann und betonte: „Das Thema Hochspannungsleitungen lässt uns nicht los. Wir hatten große Schwierigkeiten damit, nicht an dem Verfahren beteiligt worden zu sein.“ Diesen Umstand bezeichnete Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) als „Unding“ und sah „deutliche Fehler im Verfahren“. Deshalb sei es das Anliegen der Stadt, „das Verfahren neu zu starten“, unterstrich Köppl. Ein entsprechender Versuch werde unternommen.

Doch vorerst schreiten Tennets Planungen voran. Thermann erklärte, der Netzbetreiber erarbeite derzeit eine Grobtrassierung. „Dazu wird Tennet mehrere Infomärkte veranstalten“, kündigte der Stadtplaner an. Der für Quickborn relevanteTermin findet demnach am Mittwoch, 10. Juni, in der Zeit von 14 bis 20 Uhr im Bürgerhaus Henstedt-Ulzburg, Raum 11, Beckersbergstraße 34, statt. „Wir animieren die Quickborner, dorthin zu kommen“, appellierte Thermann.

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