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„Laeiszhalle nach Quickborn geholt“ : Die Freunde der Kammermusik starten mit Konzert des Berolina Ensembles

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Etwa 150 Besucher aus Quickborn und Umgebung waren der Einladung zum Empfang mit anschließendem Neujahrskonzert des Berolina Ensembles gefolgt.

Quickborn | Seit mehr als fünf Jahrzehnten bieten die Freunde der Kammermusik Quickborn hochwertige Konzerte mit sieben bis acht Auftritten pro Saison. Bereits seit zehn Jahren ist auch Eberhard Hasenfratz als Vorsitzender des Vereins dabei. „Wir haben es über die Jahre geschafft, die Qualität zu bewahren und haben so die Laeiszhalle nach Quickborn geholt“, sagte Hasenfratz während des Neujahrsempfang im Foyer des Artur-Grenz-Saals am Sonntagabend.

Gemeinsam mit Besuchern und Freunden der Kammermusik stieß er auf 2016 an. „Ich würde selbstverständlich gern noch weitere zehn Jahre mein Unwesen treiben“, sagte Hasenfratz mit einem Lachen. Besonders betonte er seine Dankbarkeit für die Arbeit der Mitglieder. „Es geht mit der Planung los und weiter mit der Vorbereitung und Ausführung. Das ist jedes Mal sehr viel Arbeit“, würdigte er das Engagement der Musikfreunde. Etwa 150 Besucher aus Quickborn und Umgebung waren der Einladung zum Empfang mit anschließendem Neujahrskonzert des Berolina Ensembles gefolgt. Wie der Name bereits andeutet, kommt das Ensemble aus Berlin und reiste mit der Empfehlung einer hohen Auszeichnung nach Quickborn: dem Musikpreis Echo in der Kategorie Klassik.

„Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, unbekannte Komponisten zu entdecken“, erklärte Hasenfratz vor dem Konzert. Das Ensemble junger Künstler wurde 2009 von dem Violinisten David Gorol gegründet, um sich vorrangig der Kammermusik bekannter und weniger bekannter Komponisten zu widmen. „Ich habe das Ensemble bereits in Berlin vor einiger Zeit gesehen. Sie sind fantastisch“, sagte die Zuschauerin Carolin Tehrsten. Ein weiterer Besuch sei für sie unumgänglich gewesen, ergänzte die 50-Jährige Hamburgerin. Die Musiker eröffneten den Abend mit einem Oktett in F-Dur von dem Komponisten Hugo Kaun. Weiter ging es mit einem „Vergeblichen Ständchen“ – oder „Serenata in Vano“ – von Carl Nielsen für Klarinette, Fagott, Horn, Violoncello und Kontrabass.

Das nächste Konzert der Saison steht am Sonntag, 21. Februar, an: Die Freunde der Kammermusik Quickborn haben einen Klavierabend mit Benjamin Moser organisiert. Beginn ist um 17 Uhr im Artur-Grenz-Saal, Am Freibad 7. www.kammermusik-quickborn.de

Vor der Pause spielte das Ensemble noch „Till Eulenspiegel“ von Richard Strauß – aber mal anders: Statt eines großen Orchesters setzten die Musiker nur Violine, Klarinette, Horn, Fagott und Kontrabass ein. Den Abschluss machte das Oktett in F-Dur von Franz Schubert. Die Begeisterung des Publikums war am lang anhaltenden Applaus zu spüren. „Es war großartig. Zu einem Konzert des Ensembles würde ich jederzeit wieder gehen“, befand Manfred Kleinhaus, der aus Elmshorn gekommen war.

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