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Tangstedt : Die „Fidelen Jungs“ sind 50 Jahre alt

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Der Tangstedter Kegelverein feiert Geburtstag. Zu Gast sind auch Ehrenmitglieder aus den USA und den Niederlanden.

von
erstellt am 04.Apr.2014 | 14:00 Uhr

Tangstedt | Die neue Kegelbahn in der Tangstedter Gastwirtschaft „Sellhorns Gasthof“ war kaum eröffnet, da gründete sich auch gleich der erste Verein. „Beim ersten Anlauf hat es nicht geklappt, wir waren zu wenige“, berichtet Ernst-Hermann Möller, Mitglied der ersten Stunde. Der zweite Versuch war erfolgreich: 16 Männer gründeten im März 1964 den Kegelverein „Fidele Jungs“.

Fortan fielen alle 14 Tage mittwochs die Kegel. Obligatorisch war zu Beginn auch die große Platte mit frischen Frikadellen – eine Tradition, die später jedoch einschlief. Was blieb, war die Geselligkeit, die die Kegler miteinander verband: Gemeinsame Ausflüge oder Grillnachmittage, Radtouren und Besichtigungen gehörten ebenso dazu.

Vergangene Woche feierten die Kegelbrüder ihr 50-jähriges Bestehen. „Dazu reisten zwei Ehrenmitglieder sogar aus dem Ausland an“, berichtet Möller. Hans Werner Sellhorn, der seit vielen Jahren in San Francisco (USA) lebt, stiftete schon vor Jahren den „Cable-Car-Pokal“ in Form eines amerikanischen Straßenbahnwagens und kommt regelmäßig nach Tangstedt zu Besuch. Ebenso der Niederländer Jan Grinwis, der nur drei Jahre in Tangstedt wohnte. „Ihm hat diese gesellige Gemeinschaft unseres Vereins so gut gefallen, dass er, trotzdem er inzwischen in Abu Dhabi arbeitet, regelmäßig nach Tangstedt kommt“, so Möller weiter.

Bei der gemeinsamen Jubiläumsausfahrt waren dann auch die Damen eingeladen. Die Fahrt führte über Katingsiel nach Tönning zum „Multimar Wattforum“. Nach dem opulenten Dithmarscher Büfett in Süderhastedt ging’s zurück nach Tangstedt. „Auch das gibt es von Beginn an: Einmal im Jahr sind die Damen zur großen Ausfahrt eingeladen“, erzählt der Vorsitzende Hans Matthiesen. Kurz nach der Gründung hatte sich auch ein Damen-Kegelverein gegründet, den es inzwischen nicht mehr gibt. „Auch viele von uns können inzwischen aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kegeln“, bedauert Matthiesen. Dennoch ist jeder zweite Mittwoch reserviert. „Wir kommen zusammen und klönen“, so der Vorsitzende. Nachwuchs in der Alt-Herren-Riege ist nicht in Sicht. „Da gibt es wohl heute zu viele andere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung“, sagt Matthiesen. Über neue Mitglieder würde er sich dennoch freuen: Einfach mal am Mittwoch in den ungeraden Wochen vorbeischauen.

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