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Wahl in Quickborn : Die Bürgermeisterkandidaten streiten um die dritte Runde

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Es soll keine erneute Vorstellung vor der Bürgermeisterwahl.

Quickborn | Die Bürgermeisterkandidatin Annabell Krämer (FDP) ist sauer auf den Amtsinhaber Thomas Köppl (CDU). Sie wünscht sich eine weitere Podiumsdiskussion zur öffentlichen Vorstellung der Gegner im Wahlkampf. Doch Köppls einzigen Terminvorschlag, Sonnabend, 23. April, 18 Uhr, den Vorabend des Wahlsonntags, akzeptiert sie nicht.

„Ich bedauere es außerordentlich, dass der Bürgermeister keinen anderen Termin einrichten kann“, sagte die 45-Jährige gestern gegenüber dieser Zeitung. Eine Vorstellungsrunde am Vorabend der Wahl lehnt sie aus drei Gründen ab: „Wenige Stunden vor Öffnung des Wahllokals und zu Beginn der Sportschau haben Sie wenige Chancen, Bürger zu mobilisieren“, erläuterte sie. Zudem hätten die Wähler dann kaum noch Zeit, ihre Eindrücke sacken zu lassen. Nicht zuletzt könne die Presse über diese Podiumsdiskussion nicht mehr berichten. „Dann geht es halt nicht“, sagte sie frustriert.

Köppl und Krämer hatten sich Mitte Februar während einer Mitgliederversammlung der Quickborner SPD öffentlich vorgestellt. Auf Einladung der Stadt Quickborn präsentierten sie sich ungefähr vier Wochen später im Artur-Grenz-Saal etwa 200 Besuchern. Bürger, die daran nicht teilnehmen konnten, trugen den Wunsch nach einem weiteren Streitgespräch an Krämer heran. „Seit zweieinhalb Wochen bemühe ich mich daher intensiv, eine solche auf die Beine zu stellen. Die Hürden sind jedoch groß“, teilte sie mit.

Zum einen hatte der Hauptausschuss Ende Februar beschlossen: „Die Verwaltung bereitet eine Veranstaltung vor, bei der sich die Bewerber um das Bürgermeisteramt vorstellen können“. Auf Krämers Nachfrage hin bestand der Vorsitzende Bernd Weiher (CDU) darauf, dass diese Formulierung eine zweite städtische Veranstaltung ausschließt.

Thomas Köppl.

Thomas Köppl.

 

Köppl wies Krämer auf die einzige Alternative hin: Ein neutraler Veranstalter müsse einen Raum und einen Moderator stellen. Allerdings habe er nur am 23. April Zeit. In einer E-Mail an Krämer, die Köppl dieser Zeitung vorlegte, betonte der 50-Jährige: „In Vorbereitung meines Wahlkampfes habe ich mich mit den Rahmenbedingungen vertraut gemacht und mich entsprechend eingestellt.“ Im Gespräch mit dem Tageblatt erläuterte er, dass er jeden Abend mit Terminen belegt habe. Krämer hätte im Hauptausschuss frühzeitig weitere Vorstellungsrunden beantragen müssen. Dessen Beschluss hatte sie aber anders als Weiher verstanden: „Ich habe den Hauptausschuss nicht so interpretiert, dass damit ausschließlich eine Runde stattzufinden hat“, sagte sie. Köppl: „Sie hat’s verpennt.“

Zurzeit hofft Krämer auf ein Treffen der Kandidaten mit Erstwählern an den Schulen. Köppl zeigte sich dafür offen. Morgens habe er Zeit. Doch Krämer ist unsicher, ob die Idee zustande kommt. Es sei unklar, ob die Verwaltung als Schulträgerin einladen müsse. Sollte das der Fall sein, dürfte sie es aber nicht, weil der Hauptausschuss nur eine einzige städtische Veranstaltung vorsah. Köppl wies gegenüber dieser Zeitung zudem darauf hin, dass er die Schulen regelmäßig besuche. „Dort bin ich bekannt. Ich habe da nicht den Bedarf“, sagte er.

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erstellt am 13.Apr.2016 | 12:30 Uhr

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