zur Navigation springen

Politik stimmt für Entwurf des Gertrudenhof-Areals : Die Bürger in Quickborn sind wieder dran

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Ab Oktober liegen Pläne und Gutachten über das Bauprojekt im Rathaus aus. Eine Beteiligung ist vier Wochen lang möglich.

shz.de von
erstellt am 23.Sep.2015 | 12:30 Uhr

Quickborn | Die Mitglieder der Ratsversammlung haben am Montagabend den Weg für die nächste Phase des Bauprojekts Gertrudenhof freigemacht. Mit 27 Ja- und einer Nein-Stimme aus den Reihen der SPD stimmten die Politiker für den Entwurfsbeschluss, der vor allem eine Veränderung mit sich bringt: Eines der zehn geplanten Gebäude wird um 90 Grad gedreht. Jetzt sind die Bürger wieder am Zug. Vier Wochen lang haben sie noch einmal die Gelegenheit, sich am Verfahren zu beteiligen.

Von Freitag, 2. Oktober, bis Montag, 2. November, liegen der Plan für das Gertrudenhof-Areal, Bestandteil des Bebauungsplans Nummer 106, Begründungen und Gutachten im Foyer des Rathauses, Rathausplatz 1, aus. Bürger können sich schriftlich dazu äußern. „Die Verwaltung sichtet und prüft die Anmerkungen anschließend, erstellt eine Abwägungsvorlage und bereitet dann den Satzungsbeschluss vor“, erklärt Fachbereichsleiterin Friederike Lattmann.

Anmerkungen dürfte es viele geben: Auch am Montagabend übten erneut zwei Anwohner Kritik. Sie sind über den neuesten Beschluss verärgert: die 90-Grad-Drehung des Gebäudes mit der Nummer zehn im Süd-Osten des Areals. Für viele Anlieger am Amselweg im Süden verbessert sich die Situation, denn ihre neuen Nachbarn können nicht mehr in ihre Gärten gucken. Allerdings haben die Bewohner des „QuickBorns“-Wohnprojekts, die östlich vom Gertrudenhof wohnen, dann die breite Seite des Gebäudes im Blickfeld.

Sie verlangen, statt der geplanten drei Geschosse nur zwei zu bauen. Eine Anwohnerin sprach während der Ratssitzung von „tiefer Enttäuschung“. „Ich bin ein Fan des Westhimmels und möchte die Abendsonne auch weiterhin genießen“, sagte sie. Acht Wohnungen mit Balkon seien betroffen. „Warum sollen wir benachteiligt werden?“, fragte sie die Politik.

Wolfgang Kluge (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt, hingegen sagte: „Ich finde wir haben einen sehr guten und akzeptablen Entwurf.“ Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) versprach, die Anregung aufzunehmen.

Bis zum 2. November haben die Quickborner Zeit, Anmerkungen und Vorschläge zum Bauvorhaben einzureichen. Danach ist die Beteiligung am Verfahren nicht mehr möglich. Nur noch per Klageweg.

Auf dem Gertrudenhof-Areal in innenstadtnaher Lage an der Feldbehnstraße sollen Mehrfamilienhäuser entstehen. Die Firma Schaffarzyk plant, zehn Gebäude mit insgesamt 92 Wohnungen zu errichten. Für acht der zehn Häuser sind drei Geschosse plus Staffelgeschoss vorgesehen, für die anderen zwei Geschosse. Für die Bewohner sind 82 Tiefgaragen- und 16 oberirdische Parkplätze geplant. Hinzu kommen 28 Stellplätze, von denen zwölf öffentlich und 16 für Besucher gedacht sind.
Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen