Einsatzrekord : Die Bönningstedter Kameraden mussten 2017 113-mal ausrücken

Besonders stolz verkündete Wehrführer Birke, dass manche Kameraden von den 113 Einsätzen an 85 teilgenommen haben.

Besonders stolz verkündete Wehrführer Birke, dass manche Kameraden von den 113 Einsätzen an 85 teilgenommen haben.

So oft wurde die Feuerwehr in Bönningstedt noch nie alarmiert. 2018 sollen wichtige Projekte der Wehr abgeschlossen werden.

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01. Februar 2018, 12:15 Uhr

Bönningstedt | 113-mal mussten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bönningstedt im vergangenen Jahr ausrücken. Ein Zahlenwert, der laut Wehrführer Stefan Birke (links) in der Geschichte der Feuerwehr noch nie so hoch war. „Das Jahr 2017 hatte es wirklich in sich. Wir alle haben ein gewaltiges Pensum geschafft“, betonte Birke während der Jahreshauptversammlung der Kameraden. Die Zahl müsse in Relation zur Einwohnerzahl der Gemeinde – etwa 4500 Einwohner sind es aktuell – gesehen werden.

Zu den Einsätzen zählte er brennende Stromverteilerkästen, Auslaufen von Hydraulikflüssigkeit, Brandmelder, Kleinfeuer oder auch Großfeuer in den Nachbargemeinden. „Das Sturmtief hat uns allerdings besonders gefordert“, sagte der Wehrführer. Die Kameraden seien dabei über viele Stunden im Einsatz gewesen, eine Ablösung sei häufig nicht möglich gewesen. „Das hat uns an unsere Belastungsgrenze gebracht.“ Die Serie scheint sich fortzusetzen, denn bereits jetzt mussten die ehrenamtlichen Kameraden 15 Mal ausrücken. Besonders stolz verkündete Birke, dass manche Kameraden von den 113 Einsätzen an 85 teilgenommen haben. „Das ist eine starke Leistung für das Gemeinwohl Bönningstedts“, betonte er.

Einweihung der Feuerwache

2017 sei für die Kameraden aber auch aus anderen Gründen wichtig gewesen sein. Der Anbau an der Feuerwache konnte mit einem Richtfest und einer Einweihung gefeiert werden. Dort sollen künftig Fahrzeuge untergestellt werden. „Die Stellplatzmisere ist damit aufgehoben. Wir mussten uns häufig mit Provisorien helfen, das ist dann aber vorbei“, sagte Birke weiter.

Auch das Ausbildungangebot der Freiwilligen Feuerwehr war im vergangenen Jahr umfangreich. Die Kameraden konnten unter anderem eine Motorsägenausbildung, die Fahrerlaubnisklasse CE, einen Truppenlehrgang, Sprechfunklehrgang sowie einen Sanitätslehrgang besuchen. „Die Anforderungen in der Feuerwehr machen eine fundierte Ausbildung der Kameraden unerlässlich“, betonte Birke. Derzeit besteht die Feuerwehr Bönningstedt aus 74 aktive Kameraden, 15 Ehrenmitglieder und 21 Jugendfeuerwehr-Kameraden.

Unermüdlicher Einsatz

Bürgermeister Peter Liske (BWG) dankte den Kameraden für ihren unermüdlichen Einsatz. „Die überdurchschnittlich hohe Einsatzzahl ist für sie, für ihre Freunde und Familien eine große Belastung gewesen. Dafür möchte ich mich bedanken.“ Auch Axel Graßmann (SPD) zeigte sich von dem Engagement schwer beeindruckt. „Sie präsentieren uns hier eine unglaubliche Bilanz. Ich bin schwer wirklich beeindruckt“, sagte Graßmann, der die Kameraden erstmals während einer Jahreshauptversammlung besuchte. Besonders die Jugendarbeit lobte er: „Ein junger Mensch in der Jugendfeuerwehr weiß, was Verantwortung ist.“

Grüße vom Kreisfeuerwehrverband überbrachte Jens Peter Saathoff. Er lobte besonders das Engagement der Bönningstedter Kameraden während des Familientages im vergangenen Jahr. „Ohne euch und die anderen Wehren wäre das alles nicht möglich gewesen.“
 

Wahlen und Beförderungen

Wahlen: Zum Gruppenführer der Gruppe 4 wurde Björn Schröder gewählt, als Stellvertreter Jannik Reinefeld. Nils Blöcker wurde zum Gruppenführer der Gruppe 5 gewählt, als Stellvertreter Bjarne Jäkel. Zur Jugendwartin wurde Laura Krohn gewählt. Ihr Stellvertreter ist Sascha Neitzel.

Beförderungen: Marc-Oliver Basner und Timo Welbing wechseln  in den aktiven Dienst. Zu Oberfeuerwehrleuten befördert wurden: Mona Witt-Kleinbongardt, Arne Schroeder, Sascha Neitzel, Maike Neitzel, Vanessa Steinbock, Hannah-Tabea Faltin, Michelle Woreschke, Finn-Ole Ahrens, Nils Birke und Benjamin Schwan.

Ehrungen: Geehrt wurden Nicolas Neitzel, Jonas Fiedler und Maik Kruse für zehn Jahre Treue.

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