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Quickborner Tageblatt

24. Oktober 2017 | 08:09 Uhr

Quickborn : Die Aula mit dem „Wow-Effekt“

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Besichtigung des frisch sanierten Gebäudes der Comenius-Schule: Die Eulenstadt investiert hier 1,9 Millionen Euro.

Damit sich keiner verläuft, ist das Schild vor wenigen Tagen aufgestellt worden. Ein Pfeil weist darauf hin, wo sich der Artur-Grenz-Saal befindet. Draußen legen Arbeiter noch Rollrasen aus, die Beete wurden bereits mit Sträuchern bepflanzt. Im Eingangsbereich der Aula begrüßt eine meterhohe Geigenfeige, botanischer Name Ficus lyrata, die Gäste. Ein paar Meter weiter geht es in den frisch sanierten Saal. Dort wurde noch bis zuletzt fleißig gewerkelt.

Die Holzverkleidung an den Wänden fehlt noch, die obere Tribüne ist noch nicht fertig. Das soll in den nächsten Wochen geschehen. Aber auf der Bühne steht Eric Jabs von der Quickborner Theatergruppe Speeldeel. Er ist für den Bühnenbau verantwortlich und inspiziert die neue Spielfläche.

„Wegen der Premiere des neuen Speeldeel-Stücks haben wir die Einweihung vorverlegt “, sagt Projektmanager Ralf Gercken. An drei Wänden seien die Holzpaneele angebracht worden, damit die Gäste einen Eindruck davon haben, wie es nach der Fertigstellung aussehen wird. „Von außen ist die Schule unscheinbar, aber wenn man jetzt hineingeht, hat man einen Wow-Effekt“, sagte Andreas Kelber, Leiter der Comenius-Schule.

Herzstück ist der Artur-Grenz-Saal

2010 starteten die ersten Planungen zur Sanierung des Aula-Gebäudes. Außer umfangreichen Schäden am Hauptträger des Aula-Daches wurden Schadstoffe in fast allen Bereichen des Gebäudes festgestellt. Im Dezember 2012 war Richtfest. Der Umbau hat 1,9 Millionen Euro gekostet. Für 750 000 Euro wurden die Grundleitungen erneuert und die Außenanlagen neu gestaltet. Während der Sanierung war das ganze Gebäude gesperrt. Das Foyer und der ehemalige Lichthof wurden neu konzipiert – nun gibt es im Erdgeschoss eine durchgehende Fläche von 260 Quadratmetern, die als Pausenhalle und für Veranstaltungen genutzt werden kann. Auch die sieben Klassenräume sowie die Fachräume wurden auf Vordermann gebracht.

Herzstück in dem Gebäude ist der Artur-Grenz-Saal, benannt nach dem Quickborner Komponisten, der auch eine Hymne für die Stadt geschrieben hat. Bei der Bestuhlung hat man auf die alten roten Sitzgelegenheiten zurückgegriffen. „350 Besucher haben in dem Saal Platz.

Außerdem wurde eine Fläche geschaffen, die Raum für drei Rollstühle bietet“, sagt Gercken. Über dem Publikumsbereich ist eine Raumlüftungsanlage installiert worden.

Für die Vereine dürfte die neu gestaltete Spielfläche der wichtigste Ort im Gebäude sein. Die vorhandene Portalbühne musste einer flexibel bespielbaren Traversenbühne mit Lichtanlage weichen.

Darüber freuen sich besonders die Mitglieder der Speeldeel sowie die „Freunde der Kammermusik“. Beide Vereine konnten während der Bauzeit die Bühne nicht nutzen. „Nun haben die Kammermusik-Freunde ihr Zuhause wieder. Die wechselnden Veranstaltungsorte sind Vergangenheit und die Konzerte können im renovierten Saal wieder genossen werden“, freut sich Vereinssprecherin Winnie Grambow.

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