zur Navigation springen
Quickborner Tageblatt

22. Oktober 2017 | 01:20 Uhr

Die Angst vor der Stromtrasse

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Hamburger Senat entscheidet im Frühjahr über Klage

shz.de von
erstellt am 30.Dez.2013 | 00:33 Uhr

War es schon eine Vorentscheidung? Anfang Oktober hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die Anträge der Stadt Quickborn und privater Wohnanlieger abgelehnt, den Baubeginn der 380-kV-Stromtrasse so lange aufzuschieben, bis über die eigentlichen Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss im Frühjahr 2014 entschieden worden ist. Per Eilverfahren wollten die Gegner der Riesenmasten dies erreichen. Die Quickborner Kläger fordern einen Verschwenk der Stromtrasse oder den Einsatz von Erdkabeln, um Anwohner und Schüler des Elsensee-Gymnasiums im Schulzentrum Süd vor magnetischer Strahlung zu schützen. Das Bundesverwaltungsgericht begründet indes seine Ablehnung damit, dass die Hauptklage wenig Aussicht auf Erfolg habe.

Unter den Eltern hat diese Nachricht unterdessen für große Aufregung gesorgt und Anfang November zu einer Unterschriftenaktion mit der Forderung geführt, vom Umzug der Goethe-Schule in das Schulzentrum-Süd abzusehen und den alten Standort beizubehalten. Doch die Eltern konnten ihren Wunsch bislang nicht durchsetzen.

Unterdessen gab Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) im Dezember bekannt, dass die Gespräche mit Grundstückseigentümern, die ihre Areale verkaufen müssten, um den Schwenk möglich zu machen, weiterlaufen würden. Auch der Netzbetreiber Tennet aus Bayreuth sitzt bei den Verhandlungen weiter mit am Tisch. „Tennet setzt sich für eine adäquate Lösung ein“, sagte Köppl. Er sei zuversichtlich. Über die Klage wird der Hamburger Senat voraussichtlich im Frühjahr 2014 entscheiden.


Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen