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Pfarrer Guttmann geht auf Sendung : Deutschlandfunk überträgt aus Quickborn

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Deutschlandfunk überträgt Gottesdienst aus der katholischen Kirchengemeinde St. Marien. Die Messe wird minutiös geplant.

Quickborn | „Liebe Schwestern und Brüder an den Rundfunkgeräten, liebe Schwestern und Brüder in unserer Quickborner Kirche!“ – mit diesen Worten wird Pfarrer Wolfgang Guttmann am Sonntag, 7. Dezember, seine Predigt beginnen. Denn zum ersten Mal wird aus der Quickborner katholischen Kirche St. Marien landesweit ein Gottesdienst durch den Deutschlandfunk übertragen. Er beginnt um 10.05 Uhr und geht live in ganz Deutschland über den Äther.  

„Ich habe in den vergangenen Gottesdiensten den Gemeindegliedern gesagt, sie sollen ihre Verwandten in Hamburg, Bayern und Thüringen Bescheid sagen, dass ein Radiogottesdienst aus Quickborn gesendet wird“, sagt Pfarrer Guttmann.  

Der Geistliche ist auch der Initiator der Aktion: Vor gut einem Jahr saß er mit den Mitgliedern des Chors in seinem Wohnzimmer und erzählte ihnen von seiner Idee. „Plötzlich restlose Stille. Mit so etwas hatten sie nicht gerechnet. Aber ich merkte sofort, dass die Akzeptanz da war. Wir sind gut aufgestellt“, sagt Guttmann. Daraufhin hat er das Bistum über den Wunsch informiert, das wiederum den Kontakt zum Deutschlandfunk herstellte.

Seit dieser Zeit bereitet sich die Gemeinde auf dieses große Ereignis vor. „Das sorgt für Aufregung, gespanntes Üben, Lampenfieber und Erwartung“, weiß St.-Marien-Sprecher Johannes Schneider. Weil live gesendet wird, muss der Gottesdienst gut getaktet sein. Etwa mit der Stoppuhr? „Das kann man so sagen“, sagt Guttmann und lacht.

„Das größte Risiko ist die Predigt. 30 Sekunden vor Sendeschluss wird der Pegel runtergeschraubt“, sagt Schneider, der schon Radiogottesdienste aus Sankt Michaelis in Hamburg miterlebt hat. Wenn die Predigt zu früh beendet ist, spiele der Sender Musik ein. Doch die Messe ist bereits minutiös geplant: „Wie sollte es anders sein, steht dieser Gottesdienst, an dessen Gestaltung die Gemeinde und die Chöre mit instrumentaler Unterstützung mitwirken, unter adventlicher Thematik und Stimmung“, berichtet Guttmann. Er hat die Predigt sogar schon verfasst. Im Mittelpunkt steht der Advent, die Zeit der Erwartung auf die Ankunft von Jesus Christus. 

Doch welche Bedeutung hat sie für die Christen? Ist es die Vorweihnachtszeit oder die Adventszeit? Geht es um Kommerz oder Besinnung? „Das ist das zentrale Thema in diesem Gottesdienst, auf den sich die ganze Gemeinde freut“, sagt Guttmann. „Wir glauben, dass das nicht nur für uns, sondern auch für ganz Quickborn etwas Besonderes ist und die Stadt und ihre Menschen hervorhebt“, sagen Guttmann und Schneider. So wird es auch einen kurzen Radiobeitrag geben, in dem die Stadt Quickborn und die Gemeinde vorgestellt werden.

Der Radiogottesdienst ist längst nicht aus der Mode, wie man meinen könnte. „Er ist für Menschen gedacht, die behindert, krank oder im Auto unterwegs sind“, so Guttmann. Er rechne damit, dass mehr als eine halbe Million Menschen dem Gottesdienst aus Quickborn lauschen werden. „Es ist alles drin.“

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erstellt am 26.Nov.2014 | 16:00 Uhr

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