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50 Jahre Quickborner Tageblatt : Der Wirtschaftsfaktor Autobahn

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Infrastruktur sorgt für Wachstum der Quickborner Unternehmen/ Verwaltung sieht positive Entwicklung.

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2015 | 12:30 Uhr

Quickborn | „Die positive Nachfragesituation nach Gewerbeflächen hält an und lässt auf eine weiterhin positive Entwicklung schließen“, sagt Jochen Lattmann, Fachbereichsleiter Bürobetrieb der Stadt Quickborn. Die Wirtschaft in Quickborn wächst und die Anzahl der Unternehmen steigt jährlich an. Etwa 50 Betriebe kommen pro Jahr hinzu.

Etwa die Hälfte der mehr als 2000 ansässigen Unternehmen ist Dienstleistungsbereich aktiv, ein Viertel aus dem Handel. Dahinter folgt das Handwerk als wichtigster Wirtschaftsfaktor der Stadt. Die drei wichtigsten Bereiche stellen insgesamt 80 bis 85 Prozent aller Wirtschaftsunternehmen in Quickborn.

Die Gründe für die Entwicklung der Wirtschaft sieht Lattmann vor allem in der Verkehrsanbindung begründet. „Die Entwicklung des Gewerbegebietes am Autobahnanschluss“ nennt er als eine der wichtigsten Weichenstellungen für die Quickborner Wirtschaft in den vergangenen 50 Jahren.

„Was als Technologie- und Planungszentrum in der Planung begann, ist heute die comdirect bank, der wichtigste Gewerbesteuerzahler von Quickborn“, erläutert Lattmann. Die Autobahnnähe wurde bei Neuansiedlungen immer betont und lockte neue Interessenten an. Bei der Weiterentwicklung des Gewerbegebiets „Hohenbecksmoor“ seien mit Horizon, MAN und Schüko wichtige Unternehmen gewonnen worden, die sich in Quickborn niederließen. Doch auch davor seien wichtige Weichenstellungen geleistet worden: „Sehr viel früher gelang der langfristige Erhalt von Ludwig-Schokolade mit Hilfe der Stadt.“ Dieser habe einen wichtigen Einfluss auf die Entwicklung bis in die heutige Zeit gehabt.

Heutzutage weißt die Stadt Quickborn insgesamt 72  Hektar Gewerbeflächen aus – vom reinen Indusriegebiet bis zur Mischbebauung, wo Wohnbebauung und vor allem Firmen aus dem Dienstleistungsbereich aufeinandertreffen. Doch hat die Eulenstadt auch weiterhin Potenzial zu wachsen – auch räumlich. Elf zusätzliche Hektar Gewerbeflächen sind als sogenannte Potenzialflächen im Flächennutzungsplan ausgewiesen.

Die stadteigene Wirtschaftsförderung

Für deren Vermarktung ist die stadteigene Wirtschaftsförderung verantwortlich. Darüber hinaus kooperiert Quickborn mit der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungs- gesellschaft des Kreises Pinneberg (WEP) und ist Mitglied des Städtenetz Nordgaten, dem auch Neumünster, Bad Bramstetdt, Kaltenkirchen, Henstedt-Ulzburg und Norderstedt angehören.

„Die Stadt übernimmt dabei eine Lotsenfunktion“, erläutert Lattmann. Alle verbindet eine Gemeinsamkeit: Die direkte Anbindung an die Autobahn 7. Der Verbund verfügt über etwa eine Million und mittelfristig sogar über bis zu 2,5 Millionen Quadratmeter freie Gewerbeflächen an 21 Standorten entlang der A7. „Die Mitgliedschaft bei Nordgate ermöglicht uns als Stadt exponierte Darstellungsmöglichkeiten“, erläutert Lattmann. Die infrastrukturelle Anbindung werde dadurch bei potentiellen Investoren noch stärker in den Fokus gerückt.

„Insgesamt war die Standort-Attraktivierung durch die Innenstadt, das Forum am Bahnhof sowie das schulische Angebot und die Anbindung an den ÖPNV wichtig für die Entwicklung der Stadt“, sagt Lattmann. Denn viele der mehr als 20.000 Bewohner wohnen zwar in der Stadt, pendeln aber jeden Tag Richtung Hamburg. Daher seien die öffentlichen Verkehrsmittel ebenso wichtig wie die Nähe zum Flughafen und zum Hamburger Hafen.

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