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Bönningstedt : „Der Verkehr soll auf der A 7 bleiben“

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Ingenieur Mario Schönherr von der Deges-Planungsgesellschaft stellte in Bönningstedt den Bürgern den Autobahnausbau vor

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erstellt am 12.Apr.2014 | 14:00 Uhr

Bönningstedt | „Dauerstau in Bönningstedt?“, so lautete das Motto des Informationsabends zum Ausbau der A 7, zu dem die Bönningstedter CDU- und SPD-Ortsvereine gemeinsam eingeladen hatten. Etwa 60 Bürger, darunter auch mehrere aus dem Nachbarort Hasloh, verfolgten interessiert den Ausführungen, die Ingenieur Mario Schönherr vorstellte.

„Während des Ausbaus bleibt die Autobahn vierspurig“, versicherte Schönherr. Alle vier Fahrspuren würden dabei auf eine Seite der Mittelleitplanke verlegt. „Während auf einer Seite gebaut wird, fließt der Verkehr auf der anderen Seite weiter“, erklärte der Ingenieur. Möglich sei dies allerdings nur, wenn die Fahrbahn vorher entsprechend verbreitert werde, damit die einzelnen Fahrspuren nicht zu eng würden. „Unser Ziel ist ganz klar, dass der Verkehr während der Bauzeit auf der Autobahn bleibt“, so Schönherr. Keinesfalls würden ohnehin stark befahrene Strecken – wie die B 4 – als Ausweichstrecke ausgeschildert.

„Die Höchstlänge eines Baustellenabschnitts soll zwölf Kilometer betragen“, berichtete Schönherr weiter. Für die Fertigstellung dieser Strecke werde etwa ein Jahr benötigt. „Die Koordination, wann wo gebaut wird, hängt von der Auftragsvergabe ab“, so Schönherr Diese erfolge im Juni.

Besonders betroffen seien Bönningstedt und Hasloh hinsichtlich der Brücken über die A 7: „Von sieben Brücken, die neu gebaut werden müssen, liegen drei in ihrem Bereich: Die auf der K5 nach Norderstedt, der Wirtschaftsweg nördlich der Gemeinde und am Hasloher Weg, der Verbindung zwischen Hasloh und Norderstedt“, kündigte Schönherr an. Um die Umleitung der Buslinie 295 während der Bauzeit kümmere sich indes nicht die Degas, sondern der eigens für den Ausbau eingesetzte Koordinator Gerhard Fuchs.

Während der Landtagsabgeordnete Peter Lehnert (CDU), der als Bürgermeister der Gemeinde Bilsen die Folgen des Ausbaus in seinem Dorf unmittelbar zu spüren bekommen wird, eine höhere Taktung und längere Züge der AKN forderte, stellte Jörn Kruse (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr im Kreis Pinneberg, die Notwendigkeit der Kommunikation in den Vordergrund. „Es wird Behinderungen geben, aber es gibt auch viele kleine Stellschrauben, an denen gedreht werden kann“, so Kruse. Im Gespräch mit Lehnert sei bereits die Idee eines Masterplans für P & R-Plätze entwickelt worden. „Wenn die Kommunen sehen, dass Bedarf für zusätzliche Plätze vorhanden ist, müssen zügig Anträge auf Fördergelder gestellt werden“, ergänzte Lehnert. Landtagsmitglied Olav Schulze (SPD) betonte die Notwendigkeit der laufenden Anpassung von Plänen. „Wir müssen auch nachsteuern und aus unseren Fehlern lernen“, so der Politiker.

Einen Appell richteten die Gastgeber Karl-Heinz-Franze (SPD) und Rolf Lammert (CDU) zum Abschluss an die Gäste: „Ihre Anliegen finden Gehör bei uns. Kommen Sie gern genauso zahlreich zu den entsprechenden Ausschusssitzungen.“ Und baten die Landespolitiker: „Wir brauchen Ihre Unterstützung.“

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