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Riesenstrommasten in Quickborn : Der Trassenschwenk ist genehmigt

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Der Planfeststellungsbeschluss für die sogenannte „Kleine Lösung“ liegt jetzt vor. Die Bagger sind bereits angerollt.

Quickborn | Die letzte Hürde ist genommen: Der Planfeststellungsbeschluss für die Trassenverschwenkung in Quickborn liegt vor. Damit ist die „Kleine Lösung“, wie sie auch genannt wird, rechtlich abgesichert. „Es ist eine akzeptable Lösung. Wir haben das Maximum herausgeholt. Es war ein gemeinsamer Prozess, der über Jahre ging“, sagte gestern Bürgermeister Thomas Köppl (CDU).

Während eines Runden Tisches, an dem Vertreter der Stadt, des Unternehmens Tennet und zwei Bürgerinitiativen teilnahmen, wurde um eine alternative Trassenführung gerungen, um Schüler und Anwohner vor der hohen elektromagnetischen Strahlung zu schützen.

Ursprünglich sah die Planung vor, den derzeitigen Trassenverlauf der 220 kV-Leitung am Ortsrand beizubehalten und diese auf eine 380 kV-Freileitung aufzurüsten. Doch im März kam es zu einem Kompromiss zwischen den Betroffenen und dem Unternehmen Tennet. Dafür mussten 16 Grundstückseigentümer ihre Einwillung dazu geben, dass auf ihren Grundstücken Strommasten aufgestellt werden dürfen. Im Wesentlichen sieht dieser vor, dass die Trasse vom Schulgrundstück des Elsensee-Gymnasiums verschwenkt wird. Außerdem wird der Schulsportplatz nicht mehr überspannt. Auch ein etwa zwei Kilometer langes Teilstück der Trasse wird im Bereich der Häuser am Peperkamp verschwenkt.

Tennet hat den Antrag nach der Einigung auf Planänderung beim Ministerium in Kiel eingereicht. Die Planfeststellungsbehörde stimmte dem am 29. August zu. Ab Dienstag, 16. September, liegt der geänderte Planfeststellungsbeschluss zwei Wochen lang im Quickborner Rathaus aus, teilte die Verwaltung mit. Während dieser Zeit können noch Einwendungen eingereicht werden.

„Wir sind froh, dass es zu einer Einigung gekommen ist und werden die Lösung jetzt umsetzen“, sagte gestern Tennet-Sprecher Alexander Greß.

Unterdessen sind in Quickborn bereits die Bagger angerollt: Zwischen Borstel-Hohenraden und Renzel sowie am Freizeitsee wurden bereits alte Masten abgebaut. Tennet stellt derzeit 80 neue Strommasten zwischen Quickborn und Hetlingen für die neue 380 kV-Leitung auf. „Der Strom wird Anfang des zweiten Quartals 2015 fließen“, so Greß.

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erstellt am 05.Sep.2014 | 10:00 Uhr

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