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Quickborn : Der „Teehaus-Retter“ sagt Tschüs

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Verabschiedung: Roland Hansen war 18 Jahre lang Vorsitzender vom Verein „Freunde des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums“.

Es hätte wohl keinen besseren Ort für einen Abschied geben können als das Teehaus auf dem Pausenhof des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums (DBG). Schließlich kann sich Roland Hansen (55), ehemaliger Vorsitzender des Vereins „Freunde des DBG“, auf seine Fahnen schreiben, das rote Häuschen mit gerettet zu haben.

Das Teehaus sollte im Zuge der Sanierung der Schule 2009 abgerissen werden, weil der Ab- und Aufbau der CDU viel zu teuer erschien. Hansen, der mit seiner Familie in Ellerau lebt und dort Mitglied in der VHS-Theatergruppe „Bühnenreif“ ist, sorgte mit Hilfe von FDP, SPD, den Grünen sowie Schülern, Lehrern und Eltern für den Erhalt des putzigen, im China-Stil gehaltenen Gebäudes. Auch, indem er und die Gymnasiasten der Politik zusagten, selbst beim Umzug mit anzupacken und Geld zu sammeln.

Kein Wunder, dass Hansen dies bei seiner Verabschiedung bei Sekt, O-Saft und Knabbereien mit Stolz erwähnte. 18 Jahre lang war der Ellerauer Diplom-Ingenieur Vorsitzender des Schulvereins. Da sein jüngstes Kind im vergangenen Sommer das Abitur am DBG gemacht habe, habe er sich nicht mehr zur Wahl der Vorsitzenden gestellt. Er habe Abstand von der Schule bekommen und sei auch beruflich mehr eingespannt, sagte er. Nachfolgerin ist Sonja Rudolph, ihre Stellvertreterin ist Christine Lange. Beide kommen aus Ellerau. Wie Hansen besuchte auch Rudolph das DBG.

„Ich habe meine Aufgabe darin gesehen, die Bedürfnisse zu hören und zu erahnen“, sagte Hansen. „Sie haben unendlich viel bewegt“, lobte Bürgermeister Thomas Köppl (CDU), und Michael Seidel, ehemaliger Leiter des DBG, stellte fest: „Sie haben diesem Gymnasium viel zukommen lassen.“

In der Tat: Hansen und der Schulverein bewirkten die Beteiligung an den jährlichen Auftritten des renommierten Haydn-Orchesters und machten den Bau der Beachvolleyballanlage möglich. „Besonders wichtig war es mir, auch finanziell weniger gut gestellten Schülern die Teilnahme an Klassen- und Schulfahrten zu ermöglichen“, sagte Hansen, der Wegbegleitern wie Kassenwart Klaus Ehlers für ihre Arbeit dankte.

Dass Hansens Nachfolger in große Fußstapfen treten würden, war an dem Nachmittag der Verabschiedung des Öfteren zu hören. Hansen wolle dem DBG weiterhin verbunden bleiben, versprach er.

Eine ihrer ersten Aufgaben für Rudolph und Lange wird darin bestehen, den Bau eines Klein-Fußballfeldes auf dem Pausenhof voranzubringen. Und die beiden Frauen wollen das Teehaus „aufhübschen“, wie sie sagen. So schließt sich der Kreis

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erstellt am 21.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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