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Gemeinschaftsschule Rugenbergen : Der Streit um die Trägerschaft ist beendet

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Nach Ellerbek stimmen auch die Gemeinderäte in Bönningstedt und Hasloh der Einigung im Konflikt einmütig zu

shz.de von
erstellt am 02.Apr.2014 | 13:30 Uhr

Bönningstedt | „Ich bedanke mich im Namen meiner Mitarbeiter und der Kinder“ – diesen Satz konnte Maike Hinrichsen, Rektorin der Bönningstedter Gemeinschaftsschule Rugenbergen, am Montagabend gleich zwei Mal sagen. Zuerst hatte der Bönningstedter Gemeinderat, dann der Hasloher einstimmig beschlossen, die am 11. März nach langen Verhandlungen ausgearbeitete Absichtserklärung zur Beendigung des Streits um die Trägerschaft der Schule zu befürworten.

Die fünf Punkte umfassende Erklärung sieht vor, dass alle Kosten der Schule nach Schülerzahlen berechnet werden, nicht wie bisher teilweise nach der Finanzkraft der jeweilgen Kommune. Das bedeutet für Ellerbek eine Einsparung von 40.000 Euro – die jetzt als Mehrkosten auf Bönningstedt zukommen. Dafür erklärt sich Ellerbek bereit, einen Schulzwckverband mit allen drei Gemeinden zu gründen.

„Ich bin froh über das Ergebnis der mehrjährigen Verhandlungen“, sagte Bönningstedts Bürgermeister Peter Liske (BWG). Ziel sei immer gewesen, die Schule zu erhalten. „Jetzt stehen wir vor einem positiven Problem: Die Anzahl der Anmeldungen ist so hoch, dass wir eventuell vierzügig werden“, so Liske weiter.

Ähnlich erleichtert äußerten sich die Vertreter aller Fraktionen. Rolf Lammers zeichnete dabei das Bild von der „ersten zärtlichen Pflanze der Einigung“, dem fraktionsübergreifend zugestimmt wurde.

Einzig die Frage der Mitwirkungsrechte der Gemeinde, die Ralf Gercken von der Quickborner Verwaltungsgemeinschaft aufwarf, wurde noch zur Diskussion gestellt. Doch sowohl in Bönningstedt als auch später am Abend in Hasloh konnte der ebenfalls anwesende Leiter des Amtes Pinnau, Detlef Brüggemann, die Bedenken zerstreuen: „An den Kosten der Schule wird sich nichts ändern, wir stellen ja jetzt nicht fünf Sozialpädagogen und sieben Rektoren ein“, versicherte er. Nach wie vor hätten alle Gemeinden die Möglichkeit, im Haushalt Ausgaben zu bewilligen – oder eben auch nicht. Lediglich die anstehenden Investitionen müssten besprochen werden und seien damit Teil des Vertrags, den es jetzt auszuhandeln gelte. „Wir haben mit dem Vertrag für den Zweckverband der Bilsbek-Schule eine aktuelle und bereits geprüfte Vorlage“, so Brüggemann.

Auch in Hasloh waren sich die Politiker aller Fraktionen einig darüber, dass damit ein „großer Schritt auf dem richtigen Weg“ vollzogen werde, wie es Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) ausdrückte.

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