Aldi-Erweiterung : Der Standort für den Discounter ist umstritten

Vor einem Jahr brachten SPD, FDP und Grüne den Aldi-Wunsch vor, den Markt am Güttloh zu modernisieren und zu verlagern.

Vor einem Jahr brachten SPD, FDP und Grüne den Aldi-Wunsch vor, den Markt am Güttloh zu modernisieren und zu verlagern.

Die Stadtverwaltung erläuterte, dass keine neuen Einzelhandelsflächen ausgewiesen werden sollen.

shz.de von
21. März 2017, 13:00 Uhr

Quickborn | Das neue Einzelhandelskonzept der Stadt Quickborn erlaubt den Discountern am Güttloh eine Modernisierung und Erweiterung, allerdings nicht auf neuen Grundstücken. Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) teilte mit: „Es entstehen nach dem Konzept keine neuen Märkte auf der ehemaligen  Falcke-Fläche und auch nicht auf angrenzenden Flächen.“ Die Stadtverwaltung erläuterte, dass keine neuen Einzelhandelsflächen ausgewiesen werden sollen. Das Konzept enthalte lediglich „eine Einschätzung, wonach aus heutiger Sicht die vorhandenen beiden Discountbetriebe Modernisierungs- und Erweiterungsmöglichkeiten erhalten könnten.“

Auf die Frage, in welche Richtungen die Gebäude konkret erweitert werden könnten, sagte Friederike Lattmann, Leiterin des Rathausfachbereichs Stadtentwicklung, gestern: „Darüber wurde noch nicht gesprochen. Wir haben noch gar nicht mit Aldi gesprochen.“

Wolfgang Tröger (SPD) leitete die jüngste Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt samt Beratungen über das Einzelhandelsgutachten. Auf die Frage, wie sich die Discounter konkret erweitern könnten, sagte er: „Das müssen die Unternehmen noch darlegen.“ Zu dem Hinweis der Stadtverwaltung, dass für eine Erweiterung keine neuen Flächen ausgewiesen werden sollen, sagte Tröger: „Das ist der Tenor aus der Verwaltung. Das muss auf der nächsten Ausschusssitzung noch geklärt werden.“

Wie berichtet, hatten SPD, Grüne und FDP vor einem Jahr beantragt, über den Aldi-Wunsch nach Modernisierung und Verlagerung zu beraten. Die FDP-Fraktionsvorsitzende Annabell Krämer sagte gestern: „Da stehen wir auch immer noch voll dahinter. Alle Aldi-Märkte im Umkreis werden modernisiert. Ewig gestrig zu sein, schickt sich für Quickborn nicht.“

Für eine Erweiterung müsste die Stadt den Bebauungsplan ändern

Die Verwaltung erläuterte jetzt: Für eine Erweiterung müsste die Stadt den Bebauungsplan 63 ändern. Die gültige Fassung schränke die Größe der Verkaufsflächen ein und verhindere damit große Einzelhandelsbetriebe mit Flächen zwischen 800 und 1400 Quadratmetern. Darüber hinaus müsste die Stadt jeden Einzelfall dahingehend überprüfen, ob sich Erweiterungen vorhandener Betriebe auf die Innenstadt negativ auswirken könnten.

Das Einzelhandelskonzept von 2006 sprach sich generell gegen eine Expansion des Gewerbegebiets aus. Erst das neue, im Februar veröffentlichte Gutachten ermöglicht Einzelfallprüfungen. Der Stadtentwicklungsausschuss wird  die Beratung über das Thema laut Verwaltung am Donnerstag, 11. Mai, fortsetzen.

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