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SPD-Veranstaltung : „Der Niedriglohnsektor wächst“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Edelgard Bulmahn referierte in der Quickborner „Werkstatt“ über den Wandel in der Arbeitswelt.

Wer mit Wahlkampfgetöse gerechnet hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt während der SPD-Veranstaltung am Donnerstagabend im Sozialcafé der „Werkstatt“. Der Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann hatte die ehemalige Bundesbildungs- und Forschungsministerin Edelgard Bulmahn eingeladen, die als Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion in der Enquete-Kommission des Bundestages engagiert ist.

Ihr betont sachlicher Vortrag über die Ergebnisse der Kommission setzte sich auch mit dem Wandel in der Arbeitswelt auseinander. „Die alte Gleichung ‚Mehr Wachstum gleich mehr Wohlstand’ hat ihre Gültigkeit verloren“, betonte Bulmahn. Trotz gesunkener Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangels in einigen Branchen, wachse der Niedriglohnsektor. Besorgniserregend sei für sie die Tatsache, dass rund eine Million Menschen in Deutschland langzeitarbeitslos sind. „Etwa die Hälfte von ihnen findet bereits seit über zwei Jahren keine Anstellung und verliert den Anschluss. Dazu tragen oft fehlende Schul- oder Berufsabschlüsse, gesundheitliche Probleme und soziale Einschränkungen bei.“

So auch in der „Werkstatt“-Einrichtung, wo unter der Trägerschaft der Diakonie versucht wird, 13 Langzeitarbeitslose mit kleinen Aufgaben und Projekten ins Arbeitsleben zurückzuholen, schilderte die Betreuerin Brigitte Schulz-Mosner. Für Bulmahn ist eine Schlussfolgerung aus der Enquete-Arbeit: „Wachstum, soziale Entwicklung und Wohlstand müssen im Zusammenhang gesehen werden. Ich bin mit meiner Partei für die Einführung eines gesetzlichen, flächendeckenden Mindestlohns, für gleichen Lohn für gleiche Arbeit und für eine Ausbildungsgarantie für Jugendliche.“

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erstellt am 24.Aug.2013 | 00:33 Uhr

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