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Grundstückstausch : Der lange Weg zu den Neubauten

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Gemeindezentrum und „Betreutes Wohnen“: Projektentwicklerin Christiane Löwe berät Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh.

von
erstellt am 17.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Mit dem Grundstückstausch fiel der Startschuss für die weitere Planung: Am 27. Dezember unterschrieben Haslohs Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) und Hartmut Ermes, Vorsitzender des Kirchengemeinderats Quickborn-Hasloh, den Vertrag, das kircheneigene Grundstück am Mittelweg gegen ein gleich großes im Baugebiet Neue Mitte zu tauschen. Auf der neuen Fläche sollen das Gemeindezentrum sowie eine Anlage für seniorengerechtes Wohnen entstehen.

„Das Gemeindehaus wird von der Kirchengemeinde errichtet, die Wohnanlage dagegen vom Kirchenkreis“, erklärt Christiane Löwe (Foto), die als Projektplanerin und Bauberaterin zwischen den Bauherrn und den Fachplanern vermittelt. Die Vorgehensweise für die beiden Neubauten ist unterschiedlich: „Für das Gemeindehaus wird zunächst ein Architektenwettbewerb ausgelobt“, berichtet Löwe. Die Aufgabenstellung sei, Räume zu errichten, die für Gottesdienste, Trauungen, Taufen, Konfirmationsunterricht, Seniorenarbeit und andere Veranstaltungen der Kirchengemeinde genutzt werden könnten. „Die Anforderung ist außerdem, dass der Bau von der Kieler Straße aus schon zu sehen ist“, so Löwe.

Die fertigen Entwürfe werden dann von einer neutralen Person der Jury präsentiert. „Das sind in der Hauptsache Fachleute, aber auch Vertreter der Gemeinde Hasloh und der Kirchengemeinde“, erklärt Löwe. Anschließend werde anonym über die Entwürfe abgestimmt. Dass ein Entwurf gewinne, der nicht von einer breiten Mehrheit getragen werde, habe sie dabei noch nie erlebt, betont die 42-Jährige.

Unterschiedliche Bauherrn

Anders beim „Betreuten Wohnen“: „Der Kirchenkreis Hamburg West/Südholstein schließt mit der Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh einen Pachtvertrag ab“, erläutert Löwe. Der Kirchenkreis baut die Anlage und sucht dafür einen Betreiber. „Hier greift das öffentliche Baurecht, nicht das kirchliche“, so Löwe. Deshalb werde kein Wettbewerb ausgelobt, sondern ein Architekt vom Bauherrn beauftragt. „Die Bestimmungen der Baupläne für die Neue Mitte haben auch für diesen Bau Gültigkeit, allerdings haben weder die Kirchengemeinde noch die Gemeinde Hasloh eine Möglichkeit, Einfluss zu nehmen“, erklärt Löwe.

Geplant sind etwa 45 Wohneinheiten in zwei Gebäudekörpern, die in U-Form um das Gemeindezentrum herum gebaut werden. Bereits im Juni soll das Kirchenparlament, die Synode, über die Planung und den Entwurf sowie die Finanzierung abstimmen. Dann erst stellt der Bauherr den Bauantrag. „Spätestens 2015 rollen die Bagger an“, sagt Löwe.

Ob die Gebäude gleichzeitig fertig werden, sei zu diesem Zeitpunkt nicht vorhersehbar, sagt Löwe. „Der Wettbewerb für das Gemeindezentrum läuft sechs Monate lang“, sagt Löwe. Eine Entscheidungsgrundlage liege voraussichtlich im Herbst vor. Für die Anwohner bedeutet das: Kaum sind die Wohnhäuser fertig, wird wieder gebaut.

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