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Wo Kinder Lebenskompetenz lernen : Der Kreis zeichnet die Stadtjugendpflege aus

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Zertifikat: Der Kreis Pinneberg hat Stadtjugendpflege Quickborn ausgezeichnet.

Quickborn | Celine hat das Haus der Jugend in Quickborn schon zweimal besucht. „Ich finde gut, dass wir hier toben und spielen können“, sagte die Siebenjährige gestern. Ein zwölf Jahre alter Junge berichtete: „Zu Hause ist es langweilig, aber hier ist es sehr gut.“ Ihm gefalle das Angebot aus Billard, Kicker und Tischtennis.

Nicht nur diese Besucher, auch die Verantwortlichen in der Kreisverwaltung in Elmshorn sind von der Qualität der Kinder- und Jugendarbeit der Stadt überzeugt. Heiko Willmann, Leiter des Kreisfachbereichs Soziales, Jugend, Schule und Gesundheit, überreichte der Quickborner Jugendpflegerin Birgit Hesse kürzlich ein Zertifikat und Türschilder, die sie am Haus der Jugend im Ziegenweg sowie am Haus 25, dem Kinder- und Jugendbüro in der Straße Am Freibad, anbringen will.

Wie berichtet, verlieh der Kreis diese Auszeichnung an 13 kommunale Einrichtungen, deren Mitarbeiter 2016 an mindestens drei von vier Fortbildungen teilgenommen hatten. Die Kreisjugendpflege hatte für die Dauer jeweils eines Vormittags Workshops zu den Themen „Geflüchtete“, „Alkohol und Drogen“, „Rechtextremismus und religiös begründeter Extremismus“ sowie „Politik“ ausgerichtet.

Hesse und ihre Kollegen besuchten zwei Angebote und leiteten die Einheiten „Geflüchtete“ und „Politik“. „Wir haben Geflüchtete in unseren Häusern schon aufgenommen, bevor es Willkommensteams gab“, berichtete Hesse gestern. In dem Workshop gab sie ihre Erfahrungen an die Teilnehmer weiter. In dem Politik-Kursus erläuterte sie den Betreuern, wie sie ihre Arbeit in den kommunalpolitischen Gremien vertreten und Kinder an der politischen Willensbildung beteiligen können. Gerade junge Kollege und solche, die allein arbeiten, bräuchten den Austausch. Hesse betonte, dass der Kreis die Zertifikate nicht für bloßes Zuhören, sondern für aktive Beteiligung verlieh.

Die elf Mitarbeiter mit 5,8 Stellen in der Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Quickborn legen einen Schwerpunkt darauf, dass Mädchen und Jungen ihre Freizeit selbstbestimmt gestalten können. „Die kommen alle freiwillig“, sagte Hesse. Die wöchentlich etwa zehn Gruppenangebote seien ausgebucht. Angeboten wird ein Internet-Club, ein Bandraum, ein Nähtreff, ein Foto- und ein Filmprojekt, eine Mädchen- und eine Jungengruppe, eine DJ- und eine Sport-AG. Während der Öffnungszeiten, montags bis freitags von 15 bis 20 Uhr, dienstags bis 19 Uhr, hielten sich 40 bis 50 Kinder und Jugendliche in der Einrichtung im Ziegenweg auf. Hesse betonte: „Sie lernen bei uns Lebenskompetenz.“

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erstellt am 15.Dez.2016 | 16:00 Uhr

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