zur Navigation springen
Quickborner Tageblatt

22. September 2017 | 13:54 Uhr

Quickborn : Der Kita-Besuch wird teurer

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Ratsversammlung beschließt Deckung der Streik-Kosten und Anhebung der Gebühren zum 1. August.

shz.de von
erstellt am 03.Jun.2015 | 10:00 Uhr

Quickborn | Unabhängig von den Verhandlungen im Tarifstreit um eine höhere Entlohnung der Erzieher kommunaler Kindertagesstätten hat sich die Stadt Quickborn für eine Fortsetzung des unbefristeten Ausstands finanziell gerüstet. Die Ratsmitglieder fassten am Montagabend einstimmig einen Beschluss, der die Deckung der städtischen Kosten für die privaten Betreuungsinitiativen vorsieht.

Vor der Ratsversammlung hatte Fachbereichsleiter Carsten Möller den Ausschüssen für Kinder, Jugend und Soziales (AKJS) sowie für Finanzen während ihrer gemeinsamen Sitzung den Sachverhalt erläutert. Demnach fielen im Zeitraum vom Streikbeginn am 8. Mai bis Ende Mai 26.000 Euro für die Aufwandsentschädigung ehrenamtlicher Betreuung an. Setzt sich der Streik fort, rechnet Möller bei 23 veranschlagten Betreuungstagen monatlich mit 46.000 für den jeweiligen Zeitraum. Demgegenüber stünden monatliche Einsparungen bei den Personalkosten in Höhe von 48.000 Euro, erklärte Möller. Damit sei die Deckung gewährleistet.

Bereits im Vorfeld hatte Möller gegenüber dieser Zeitung dargelegt: Wer beispielsweise für einen Ganztagsplatz im Elementarbereich monatlich 293 Euro Höchstgebühr zahle und derzeit stattdessen ein Kind acht Stunden fünf Tage die Woche betreue, bekäme als Aufwandsentschädigung bis zu 440 Euro, „also ein Plus“. So versuche die Stadt, den Eltern entgegenzukommen. Denn die reine Rückerstattung von während des Streiks entrichteten Gebühren sei per Satzung der Kita Zauberbaum ausgeschlossen.

Dies erläuterte Möller auch den Ausschüssen, die jeweils einstimmig dem Verwaltungsvorschlag folgten – so wie später am Abend auch die Ratsversammlung, die den Beschluss unter Tagesordnungspunkt neun ohne Diskussion einstimmig verabschiedete. Weniger einhellig fiel das Votum bei der Änderung der Kita-Gebühren einschließlich der Sozialstaffel aus. „Wir werden erneut gegen die Erhöhung stimmen“, kündigte Marion Nagelfeld für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen an. Mit vier Gegenstimmen und einer Enthaltung wurde der Beschluss mit der großen Mehrheit aus CDU, SPD und FDP angenommen.

Er sieht eine Anhebung der Gebühren zum 1. August um zwei Prozent im Krippenbereich und um 0,9 Prozent im Elementar- und Hortbereich vor, die Sozialstaffel allerdings bleibt bei 65 Prozent. Diese Empfehlung hatte der AKJS auf seiner Sitzung Anfang Mai ausgesprochen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen