Der Himmel ist für alle offen

Die Musiker der Rellinger Kirche begleiteten unter Anleitung von Kantor Oliver Schmidt den Gottesdienst am Sprüttenhuus.
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Die Musiker der Rellinger Kirche begleiteten unter Anleitung von Kantor Oliver Schmidt den Gottesdienst am Sprüttenhuus.

In Tangstedt und Bönningstedt begehen zahlreiche Bürger Christi Himmelfahrt / Im Anschluss an Gottesdienste gemeinsame Feiern

shz.de von
12. Mai 2018, 16:00 Uhr

Das kleine Sprüttenhuus in Tangstedt ist ein echter Hingucker. Das am Teich gelegene Haus bietet in jedem Jahr eine gelungene Kulisse für den Himmelfahrts-Gottesdienst der Gemeinde. So auch in diesem Jahr. Pastorin Iris Finnern (kleines Foto) nahm die Besucher unter dem Motto „Mein Gott, Du hebst mich auf“ mit auf eine kleine Reise in das Fest Himmelfahrt.

Während ihrer Predigt berichtete Finnern von ihrem Urlaub auf Kreta. Dort besuchte sie eine orthodoxe Kirche. „Dort habe ich zwei Türen gesehen. Eine ganz normale, schlichte und eine prächtige Tür“, sagte sie. Von einem Reiseführer sei ihr erklärt worden, dass die Türen normale Menschen von den Priestern trennen. „Der normale Mensch geht durch die unscheinbare Tür und kommt durch die prunkvolle als Priester wieder heraus“, berichtete sie. Verschiedene Türen – teils verschlossen, teils versteckt – seien auch im alltäglichen Leben zu finden. „Durch welche Tür müsste ich gehen, damit sich bei mir etwas ändert?“, fragte Finnern.

Sie ließ es sich nicht nehmen, besonders während des Vatertages auch an die Frauen zu denken. „Der Vatertag wird groß gefeiert und der Muttertag findet im Stillen und Persönlichen statt“, erklärte die Pastorin. Sie erlebe immer noch, dass es bis heute nicht selbstverständlich sei, dass die Hälfte der Welt auch den Frauen gehöre. Nach dem Motto „She too“ betonte sie, dass auch Frauen in den Himmel fahren und nicht nur Männer.

In Bönningstedt wurde ausgelassen gefeiert. Der Platz vor der Feuerwache sowie die Fahrzeughalle waren festlich geschmückt und luden so zahlreiche Besucher ein. Die Nachwuchskameraden der Jugendfeuerwehr Bönningstedt sorgten dabei für eine ordentliche Portion Spaß. Insbesondere die kleineren Gäste konnten sich beim Torwandschießen oder „Feuer löschen“ austoben. Etwas Besonderes hatten sich Sarah-Lena Basner und Svea Wolsmann ausgedacht: Die beiden Mädchen sind zum einen Teil der Jugendband der Kirchengemeinde, „Joyful Noise“, und zum anderen Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Sie sangen zu Beginn des Gottesdienstes in der Feuerwache das Lied „Feuerwerk“ von Wincent Weiss. Doch sie sangen nicht den bekannten Liedtext, sondern dichteten den Titel in „Feuerwehr“ um und präsentierten so eine Hommage an die Kameraden. Der Gottesdienst wurde von Pastor Christopher Fock gehalten. „Er war, wie immer, sehr gut besucht“, lautete das Fazit des Pastors. Und auch Wehrführer Stefan Birke freute sich über die Resonanz. „Ich freue mich sehr darüber, dass das so gut ankommt.“

Ganz mutig zeigte sich der zweijährige Fabian aus Tornesch. Mit kleiner Hilfestellung eines Mitglieds der Bönningstedter Jugendfeuerwehr löschte er mit einem Schlauch an einer Spielzeug-Hauswand den „Brand“.

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