Open-Air-Gottesdienst : Der Heilige Geist im Hasloher Pfingstwald

Die Pastoren (von links) Birgit Vocka von der Evangelisch-Lutherischen Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde Ellerbek, Christopher Fock von der Evangelisch-Lutherischen Simon-Petrus Kirchengemeinde Bönningstedt, Solveig Nebl von der Evangelisch-Lutherische Martin-Luther-Gemeinde Quickborn-Heide sowie Georg Bergner von der Römisch-Katholischen Kirchengemeinde Quickborn feierten gemeinsam Ökumene unter dem Motto „Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe“.
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Die Pastoren (von links) Birgit Vocka von der Evangelisch-Lutherischen Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde Ellerbek, Christopher Fock von der Evangelisch-Lutherischen Simon-Petrus Kirchengemeinde Bönningstedt, Solveig Nebl von der Evangelisch-Lutherische Martin-Luther-Gemeinde Quickborn-Heide sowie Georg Bergner von der Römisch-Katholischen Kirchengemeinde Quickborn feierten gemeinsam Ökumene unter dem Motto „Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe“.

Viele Besucher sangen und feierten beim Konzert und Gottesdienst bei strahlendem Sonnenschein.

shz.de von
22. Mai 2018, 15:10 Uhr

Hasloh | „Pfingsten ist ein Fest der Begeisterung“, sagte Pastorin Solveig Nebl von der evangelisch-lutherischen Martin-Luther-Gemeinde Quickborn-Heide während des bereits traditionellen ökumenischen Open-Air Gottesdienstes im Hasloher Pfingstwald. Diese Meinung teilten offensichtlich außer den vielen Gläubigen, die aus ihren jeweiligen Kirchengemeinden in Quickborn, Ellerau, Bönningstedt und Ellerbek am Pfingstmontag nach Hasloh kamen, einen Tag zuvor auch die zahlreichen Besucher des Pfingstkonzerts an genau demselben Ort.

Das musikalische Kult-Event unterm grünen Blätterdach vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Hasloh ist aus der Gemeinde nicht mehr wegzudenken. „Über den Winter sieht man sich immer nicht“, sagte Besucherin Julia Schulze. Pfingsten im Wald sei da eine willkommene Gelegenheit, mal wieder mit Nachbarn und Freunden zu klönen, so die Hasloherin. Thomas Krohn, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr, fasste die Stimmung des Pfingstfests in seiner Gemeinde mit folgenden Worten zusammen: „Gute Musikkappelle. Gute Gespräche. Leute treffen, die man manchmal ein ganzes Jahr nicht gesehen hat. Und gutes Essen.“

Rebecca Schmult (von links), Natalie Schulz und Miriam Schmult von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh sangen „Wir wollen aufstehen, aufeinander zugehen“.
Natascha Thölen
Rebecca Schmult (von links), Natalie Schulz und Miriam Schmult von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh sangen „Wir wollen aufstehen, aufeinander zugehen“.

Das Pfingstkonzert hat eine langjährige Tradition. 1948 spannte der Landwirt Alwin Brandt zum ersten Mal seinen Pferdewagen an, um das „Pfingstwecken“ wieder aufleben zu lassen. Pünktlich um sechs Uhr zieht seitdem der musizierende Umzug durch die Gemeinde. „Ich bin als Kind schon immer dabei gewesen“, sagte Moritz Cords, der seit 1959 im Musikzug spielt. Kollege und Musikzugältester Hans-Günther Prien fügte hinzu: „Ursprünglich war es nur ein Spaß, zu Pfingsten an einem ausgewählten Ort Musik zu machen.“ Dann haben sich irgendwann die Kameraden der Wehr den Musikern zum fröhlichen Beisammensein angeschlossen, berichteten die beiden Musiker. Die ersten Jahre ging der Pfingstumzug in den Norderstedter Wald Syltkuhlen. Mit dem Autobahnbau im Jahr 1970 wechselte man in das Hasloher Gehege, den Pfingstwald, um mit dem Pferdewagen nicht mehr die Autobahnbrücke überqueren zu müssen. Mittlerweile sitzen die Musiker mit ihrem Leiter Mathias Jerschnek im eigens dafür gestalteten Anhänger. Gezogen werden sie vom Trecker Deutz D40 aus dem Baujahr 1960 von Peter Thomsen aus Hasloh. Der Weckdienst dauert bei einer Durchschnittgeschwindigkeit von sieben Kilometern pro Stunde rund 120 Minuten.

Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Hasloh unter der Leitung von Mathias Jerschnek unterhielt die vielen Besucher im Pfingstwald mit seinem abwechslungsreichen Musikprogramm.
Natascha Thölen
Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Hasloh unter der Leitung von Mathias Jerschnek unterhielt die vielen Besucher im Pfingstwald mit seinem abwechslungsreichen Musikprogramm.
 

Nach einem gemeinsamen Frühstück der Musiker in der Wache geht’s in den Forst zum Konzert. In diesem Jahr wohl begünstigt durch die fast sommerlichen Temperaturen zog es besonders viele Hasloher und deren Freunde in ihren Pfingstwald. Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) nutzte die Gelegenheit, den unermüdlichen Einsatz der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr vor einem Großteil der Bürger seiner Gemeinde zu würdigen.

„Wir können uns auf unsere Wehr verlassen“, so Brummund, bevor er Matthias Deutschmann das Brandschutz-Ehrenzeichen in Gold am Bande für dessen 40-jährige aktive Dienstzeit verlieh. Krohn ehrte im Anschluss daran Margarete Hoop für ihre 50-jährige Zugehörigkeit beim Musikzug. Weitere musikalische Beiträge hörten die Besucher vom Jagdhornbläsercorps Hohenwestedt unter der Leitung von Brigitte Köhnke. Der Hasloher Männergesangverein von 1913 unter der Leitung von Rüdiger Blohm lud alle Bürger zum Mitsingen ein.

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