Quickborn : Der Elternbeirat kämpft um die Goetheschule

Die Fraktionen erhalten einen Katalog mit 39 Fragen zum Umzug der Goetheschule.

shz.de von
06. Mai 2015, 10:00 Uhr

Quickborn | Die politischen Beschlüsse sind längst gefasst. Aber der Elternbeirat der Quickborner Goetheschule will sich mit der Aussicht auf den vorgesehenen Umzug der Bildungseinrichtung ins Schulzentrum Süd nicht abfinden, sondern hofft noch immer auf eine Sanierung des derzeitigen Schulgebäudes. In der Einwohnerfragestunde während der jüngsten Ratsversammlung hatte Ernst Stilke stellvertretend für den Vorstand des Schulelternbeirats angekündigt, den hiesigen Fraktionsvorsitzenden einen umfangreichen Fragenkatalog vorzulegen. Ende vergangener Woche setzte er dieses Vorhaben in die Tat um.

„Sie haben den Auftrag zur Umzugsplanung ,unserer‘ Goethe-Schule an die Verwaltung gegeben, vermutlich auf deren Betreiben, und deshalb wollen wir von Ihnen, den Verantwortlichen, die Antworten“, begründet Stilke in einer E-Mail an Klaus Hensel (CDU), Astrid Huemke (SPD), Heinrich Kut (Bündnis 90/Grüne) und Annabell Krämer (FDP) die Motivation des Schreibens. Von der Verwaltung selbst wolle man „keine Antworten, da wir nur deren Selbstbestätigung erwarten und zudem das Gefühl haben, von dort als lästige Querulanten und nicht als mündige und interessierte Bürger behandelt zu werden“, gibt Stilke den Eindruck wieder, der sich offenbar in Teilen der Elternschaft verfestigt hat.

Insgesamt 39 Fragen umfasst die Liste, die den Politikern als E-Mail-Anhang zuging. Direkt in der ersten taucht das Kernanliegen auf: eine mögliche Revision der „vor zehn Jahren getroffenen“ Entscheidung zugunsten des Umzugs und kontra Verbleib in der Goetheschule. Zur Begründung dieser Frage heißt es: „Die seinerzeit angenommenen Rahmenbedingungen haben sich zu stark verändert.“

Dem Elternbeirat ist es ernst. Bereits im Vorfeld der Ratssitzung hatte Vorstandsmitglied Susanne Lübke erklärt, den Standort nicht aufgeben zu wollen und angekündigt: „Wir werden bis zum Letzten dafür kämpfen, dass er erhalten bleibt und die Schule saniert wird.“ Um Argumente auszutauschen, schlägt Stilke in dem Schreiben nun einen Runden Tisch vor, an dem Politiker, Schulleiter und Elternvertreter der Goetheschule sowie „eine unabhängige Leitung“ sitzen sollen. Doch zuvor wünscht er sich die Beantwortung des Fragenkatalogs. „Das wäre dann eine gute Basis für einen Runden Tisch“, schließt Stilke.

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