Der direkte Draht zur Verwaltung

Ganz großes Zahlenwerk: Bürgermeister Thomas Köppl (CDU, links) und Fachbereichsleiter Volker Dentzin mit der Behördennummer im Großformat. Mit den Zahlen warb die Stadt im Foyer des Rathauses für den neuen Service.
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Ganz großes Zahlenwerk: Bürgermeister Thomas Köppl (CDU, links) und Fachbereichsleiter Volker Dentzin mit der Behördennummer im Großformat. Mit den Zahlen warb die Stadt im Foyer des Rathauses für den neuen Service.

Nach Beitritt zum 115-Verbund: Quickborner Behörden hoffen auf positive Effekte für die Bürger

shz.de von
13. Januar 2018, 16:58 Uhr

Nach dem offiziellen Beitritt der Stadt Quickborn zum sogenannten 115-Verbund (unsere Zeitung berichtete), haben Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) und der zuständige Fachbereichsleiter Volker Dentzin an die Bürger appelliert, die Behördennummer zu nutzen. „Die Ansprechpartner sind kompetent, und die Erreichbarkeit hat uns überzeugt“, sagte Dentzin.

Die 115 ist ähnlich wie die Notrufnummern eine Zentralnummer, die Bund, Land und Kommunen miteinander vernetzt. Der Anruf läuft bei den Mitarbeitern im Service-Center des Kreises Pinneberg auf. „Sie verfügen über sehr umfangreiche allgemeine Kenntnisse und außerdem über spezielle Quickborn-Kenntnisse“, sagte Köppl. Dadurch könnten viele Fragen direkt beantwortet, das jeweilige Anliegen häufig sofort erledigt werden. „Wo dies nicht möglich ist, erhält der Anrufer innerhalb von 24 Stunden von dem zuständigen Mitarbeiter in der Quickborner Stadtverwaltung einen Rückruf“, so der Bürgermeister.

Wenn die Zentrale im Quickborner Rathaus überlastet ist, wird ebenfalls in das Kreis Pinneberger Service-Center weitergeschaltet. Das bekomme der Bürger zumeist gar nicht mit, sagte Dentzin. Ziel der Behördennummer, die in ganz Deutschland gilt, ist es, die Arbeit der Verwaltung zu erleichtern, Verwaltungsebenen zu verbinden und vor allem Bürgernähe zu schaffen. Vorteil für die Kommunen: Sie müssen für den Service kein eigenes Personal stellen und nichts bezahlen. Das Land Schleswig-Holstein ist dem Verbund vor sieben Jahren beigetreten. Zu den langjährigsten Mitgliedern zählen Kiel und der Kreis Pinneberg. „Wir sind seit November dabei und haben zunächst einen Probebetrieb vereinbart“, sagte Köppl.

Erste Erfahrungen haben gezeigt, dass insbesondere durch die gute Erreichbarkeit die Zufriedenheit der Bürger mit der Verwaltung steigt. Das Service-Center ist montags bis freitags jeweils von 8 bis 18 Uhr besetzt. „Alternativ kann aber selbstverständlich weiter die Quickborner Festnetznummer gewählt werden“, sagte Dentzin. Auch Nutzer eines Mobiltelefons haben die Gewähr, beim Kreis Pinneberg zu landen und nicht etwa im Hamburger Service-Center. Das Handy greift automatisch auf die richtige Funkzelle zu. Er hoffe nun, so Köppl, dass nicht nur Quickborner, sondern auch die Bürger aus Hasloh und Bönningstedt die 115 anwählten und „sich von dem Service überzeugen“.

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