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Kunstausstellung in Hasloh : Der Bürgermeister greift zur Spraydose

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

500. Exponat steht jetzt in Hasloh.

Hasloh | Ein grauer Stromkasten ist an vielen Orten zu sehen, besonders dekorativ wirkt er jedoch nicht. Die Schleswig-Holstein Netz AG hat sich zur Verschönerung der Kästen etwas einfallen lassen und rief die größte Freiluft-Kunstausstellung in Schleswig-Holstein ins Leben. Im gesamten Bundesland hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren Ortsnetzstationen in den Gemeinden gestalten lassen. Bereits zum 500. Mal griffen nun professionelle Graffitikünstler zur Spraydose und gestalteten ein Exponat in der Alten Landstraße in Hasloh.

Entstanden ist eine bunte Blumenwiese mit einer Biene und einem Schmetterling. Das Motiv sorgte vor allem bei Ilka Schmidt (CDU), Umweltausschussvorsitzende der Gemeinde Hasloh, für Begeisterung. „Passt ja perfekt zum bienenfreundlichen Dorf“, sagte sie mit einem Lachen. Für das Motiv hat sich Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) bewusst entschieden. „Die Station ist direkt an einem Weg an dem Kindergartenkinder vorbeilaufen. Die werden sich bestimmt immer darüber freuen“, sagte der Bürgermeister. Er hatte die große Ehre, an der Station den finalen „Pinsel“-Strich vorzunehmen. Vorher holte er sich noch hilfreiche Tipps von den Gästen und den Profis. „Ich glaube, ich orientiere mich daran, was bereits gemalt wurde“, sagte Brummund lachend. Graffiti-Kunst habe er früher abgelehnt. „Ich habe Graffiti nie für Kunst gehalten, sondern eher für Schmiererei. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Es ist ein sehr gut gewähltes Motiv für uns“, betonte er.

In der Gemeinde Hasloh wurde schon vor einigen Jahren eine andere Station kunstvoll bemalt. „Das ist bei den Haslohern sehr gut angekommen“, sagte Brummund. Am AKN-Bahnhof ziert bereits ein Auftrags-Graffiti eine Station der Schleswig-Holstein Netz AG. Lob gab es auch von Jannic Christensen, Kommunalbetreuer von Schleswig-Holstein Netz im Kreis Pinneberg. „Das Ergebnis ist toll geworden“, sagte er. Die Gestaltung der Station in der Alten Landstraße habe sich vor Jahren bereits die 2014 verstorbene Hasloherin Enka Münch, Mensch des Jahres 2011, gewünscht. „Ich freue mich, dass wir diesem Wunsch nachkommen konnten“, betonte Christensen. Die Stationsgestaltungen seien für das Unternehmen eine gute Möglichkeit, den Gemeinden etwas zurückzugeben. Er lud die Gäste dazu ein, sich auch das Innere der Station anzuschauen. „Trotz der schönen Fassade, zählen auch die inneren Werte.“

Der graue Stromkasten verwandelte sich in eine bunte Blumenwiese mit Schmetterling und Biene.
Der graue Stromkasten verwandelte sich in eine bunte Blumenwiese mit Schmetterling und Biene. Foto: Caroline Hofmann
 

Das Bild auf der Station wurde von Simon Horn und Stefan Vogt gemalt. Mit etwa 500 Spraydosen und über 100 verschiedenen Farbtönen im Gepäck brauchten die beiden gerade einmal einen Tag, um das Bild fertigzustellen. Die Auftragskünstler von Highlightz Fassadendesign sind geübt, denn die Station war bereits ihre 14. die sie gestaltet haben. „Für die Details nutzen wir teilweise Vorlagen, aber vieles ist frei Hand gemalt“, erklärte Horn.

Im Anschluss an die feierliche Einweihung der Station startete ein kleines Grillfest. Außerdem stand eine Verlosung für die Gestaltung einer Station für das Jahr 2018 an. Die Gäste hatten während der Veranstaltung die Möglichkeit, ihre Vorschläge zu notieren und in eine Kiste zu stecken. Gewonnen hat die Gemeinde Kummerfeld.

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erstellt am 20.Jul.2017 | 16:00 Uhr

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